Eine aktuelle Studie warnt vor den möglichen Gefahren von Computerspielen für das Hörvermögen. Durch regelmäßiges Gaming mit Kopfhörern drohen dauerhafte Schäden wie Hörverlust oder Tinnitus, warnen Experten.
Während lautes Hören von Musik über Kopfhörer schon länger als Risiko für die Ohren und Ursache potenziell gefährlicher Schallpegel eingestuft werden, schenkte man den Auswirkungen von Videospielen bislang noch wenig Beachtung. Dabei gewinnt Gaming als Hobby zunehmend an Bedeutung und der Markt für Videospiele soll in den kommenden Jahren noch weiter anwachsen.
Gaming immer beliebter
Die meisten Nutzer und den größten Umsatz hatten laut einem Statista-Report die Mobilen Games, also Spiele, die übers Handy genutzt werden. Einer Umfrage von 2023 zufolge spielt etwa ein Drittel der Österreicher zumindest fast täglich.
Eine internationale Analyse verschiedener Studien (Metastudie), die im Fachjournal „BJM Public Health“ veröffentlicht wurde, weist nun auf die enorme Lärmbelastung von Computerspielen, vor allem sogenannten Shooter-Spielen, hin. Dabei ist nicht nur der hohe Lärmpegel das Problem, sondern auch die Dauer, in der die Spieler diesem ausgesetzt sind. Den Gamern drohen dadurch dauerhafter Tinnitus – das heißt, störende Geräusche wie Pfeifen oder Klingeln im Ohr – und sogar Hörverlust.
Bereits ab einem Schallpegel von 85 Dezibel können die empfindlichen Hörzellen in unseren Ohren geschädigt werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene daher höchstens 40 Stunden pro Woche einer Lautstärke von 80 Dezibel ausgesetzt sein. Für Kinder liegt der zulässige Lärmpegel bei maximal 75 Dezibel. Shooter-Spiele erreichen jedoch im Durchschnitt bis zu 91 Dezibel, was vor allem für Dauerzocker gefährlich werden kann.
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