"Ganz blöd gelaufen"

66-Jährige verkauft irrtümlich Leihgabe – Käufer gesucht

Österreich
01.11.2012 20:16
Ursula Steiner ist das Lachen vergangen. Was ihr passiert ist, kann sie sich selber nicht erklären. Die 66-Jährige putzt zum Zeitvertreib in einem Flohmarkt-Laden im 22. Bezirk in Wien, darf dort aber auch nebenbei Kunden bedienen. Das tat sie auch und verkaufte eine Hellebarde, eine Leihgabe aus Niederösterreich, um 75 statt 700 Euro.

"Das ist ganz blöd gelaufen", so die 66-Jährige. Mehr fällt der Pensionistin nicht dazu ein. Zu Hause ist ihr fad, daher peppt sie ihren Alltag mit Hilfsarbeiten in einem Geschäft für Entsorgungs- und Räumungswaren in der Eßlinger Hauptstraße in Donaustadt auf. Und wenn mal ein Interessent das Lokal betritt, wird sie zur Verkäuferin.

Mit Erfolg - bis zu jenem Zeitpunkt, an dem sich ein Mann für eine historische Hieb- und Stichwaffe interessierte. 75 war auf der Hellebarde zu lesen, Steiner war sich sicher, dass es sich dabei um den Preis der Hellebarde handeln müsse. Der Kunde zahlte und ging.

Zurück blieb die 66-Jährige, die wenig später erfuhr, dass sie gerade eine Leihgabe einer Familie aus Niederösterreich verkauft hatte. Wert: 700 Euro. "Ich flehe den Käufer an, das Stück zurückzubringen", so Steiner.

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