Nach seinem bitteren Aus gegen Hubert Hurkacz in Rom hat sich Rafael Nadal voller Selbstzweifel präsentiert. Gegen den Polen setzte es die höchste Sand-Niederlage seit 21 Jahren. Ein Grund für den Spanier die Sinnhaftigkeit seiner Teilnahme an den French Open in Frage zu stellen.
„Es war in jeder Hinsicht ein harter Tag für mich, weil ich mich besser vorbereitet fühlte, als ich es gezeigt habe“, betont Nadal nach seinem bitteren Aus in Rom. Gegen Hurkacz hatte er mit 1:6 und 3:6 verloren. Eine solche Schmach ist dem „Sandplatzkönig“ zuletzt 2003 widerfahren.
Die Generalprobe für die am 26. Mai beginnenden French Open ging damit komplett in die Hose. Der 37-Jährige hat an der Niederlage ordentlich zu nagen. Denn plötzlich betont er: „Ich habe für Paris zwei Möglichkeiten. Die eine ist zu sagen: ‘OK, ich bin nicht bereit, ich spiele nicht gut genug.‘ Die andere ist zu akzeptieren, wie ich heute bin, und daran zu arbeiten, dass ich in zwei Wochen in einer anderen Form bin.“
„Muss weiterkämpfen“
Welche Variante er am Ende wählt und ob es ihm gelingt in Form zu kommen, bleibt derweil offen. Allerdings ist es Nadals großer Wunsch, nochmal an jenen Ort zurückzukehren, wo er seine größten Erfolge feierte. „Wenn ich mich bereit fühle, werde ich versuchen, dabei zu sein und für die Dinge zu kämpfen, für die ich die letzten 15 Jahre gekämpft habe, auch wenn es jetzt unmöglich erscheint“, so Nadal.
Letztlich komme es auf seinen Kopf an, ist sich der 37-Jährige sicher. Denn: „Physisch habe ich einige Probleme, aber wahrscheinlich noch nicht genug, um zu sagen, dass ich beim wichtigsten Event meiner Tenniskarriere nicht spielen werde.“ Die Tenniswelt bangt also weiter um einen verdienten Abschied von Nadal bei den French Open.
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