Rätselhafter Vorfall

Slowake angeblich in Wien “am Hals angeschossen”

Österreich
25.09.2012 11:53
Mysteriöser Vorfall in Wien: Ein 37-jähriger Slowake ist am frühen Montagnachmittag in Simmering eigenen Angaben zufolge angeschossen und am Hals verletzt worden. Der Mann dürfte Glück gehabt haben: Laut behandelnden Ärzten wurde er lediglich leicht verletzt. Die Polizei hegt allerdings Zweifel an der Richtigkeit der Angaben des Opfers.

Der Slowake war in der Nemethgasse unterwegs, als er plötzlich einen Schmerz am Hals verspürte - einen Schützen nahm er da aber nicht wahr. Er bat schließlich einen 18-jährigen Passanten um Hilfe, dieser verständigte umgehend Polizei und Rettung. Nach Angaben des Slowaken gab es im Vorfeld weder einen Streit mit irgendjemandem noch einen Überfall.

Laut dem Wiener AKH, wo der Mann wenig später behandelt wurde, "schaut es schon nach einer Schussverletztung aus", wie Sprecherin Karin Fehringer sagte. Die Verletzungen des Slowaken seien jedoch eher oberflächlich. Rückschlüsse auf die Art der Waffe könnten nicht gezogen werden.

LKA ermittelt
Das LKA Wien nahm jedenfalls Ermittlungen auf. Die Einvernahme gestaltete sich als sehr schwierig, daher musste ein Dolmetscher herangezogen werden. Der 37-Jährige konnte allerdings nicht einmal den genauen Tatort beschreiben. Auch eine Patronenhülse wurde von der Polizei in der Umgebung nicht gefunden. "Wir nehmen den Vorfall ernst, es ist aber merkwürdig, dass es keine Zeugen oder Notrufe gegeben hat und niemand Schüsse hörte", erklärte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Man wolle nicht vorschnell auf einen "Heckenschützen" schließen.

Der verletzte Slowake wurde am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen. Seine zweite Einvernahme durch die Polizei habe wenig Neues zutage gebracht. "Es ist fast unmöglich, dass es so abgelaufen ist, wie er es schildert. Wir überprüfen die Aussage aber natürlich", so der Polizeisprecher.

Einen Zusammenhang zum Fall einer 19-jährigen Schwangeren, die am Donnerstag in der Donaustadt an Kopf und Brust von Schrotkugeln getroffen worden war (siehe Infobox), gibt es laut den Ermittlern nicht. "In diesem Fall wurde Schrot abgegeben, der Tatort und die Zeit waren völlig anders. Die Frau hat definitiv etwas abgekommen", sagte Keiblinger, im aktuellen Fall sei vieles noch ungeklärt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
25.09.2012 11:53
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung