Noch vor dem ersten Viertelfinalspiel der Basketball-Superliga zwischen Titelverteidiger Gmunden und Oberwart (Sonntag, 17.30) begannen die Psycho-Spielchen, versuchte Gmunden-Funktionär Harald Stelzer die Schiedsrichter zu beeinfllussen. Die Gunners wollen einfach überraschen.
Los geht’s! Die bisherigen 32 Saisonspiele waren nicht mehr als „Vorgeplänkel“, mit den Play-offs startet die Basketball-Superliga in ihre entscheidende Phase. Und das Duell Gmunden gegen Oberwart strotzt förmlich vor Tradition, „riecht“ eigentlich nach Finale oder Halbfinale. Dass es jetzt schon im Viertelfinale dazu kommt, liegt am durchwachsenen Grunddurchgang der Gunners, der natürlich in erster Linie in den vielen verletzten Spielern zu begründen gewesen ist.
Gegen den Ex-Klub
„Schnee von gestern“, sagt Daniel Köppel, der letzte Saison noch im Gmunden-Trikot das Double holte, nach elf (!) Siegen in Serie: „Wir sind endlich komplett, haben uns in der Platzierungsrunde sehr viel Selbstvertrauen holen können. Ihr Wunschgegner sind wir ganz sicher nicht.“ Der 23-Jährige weiß natürlich wie kein anderer im Team der Oberwarter, was die Swans speziell in den Play-offs so stark macht: „Sie sind extrem routiniert, eingespielt, werden nicht nervös, wenns einmal nicht läuft, sondern wissen genau, dass eine Serie erst im letzten Spiel entschieden wird.“ Dennoch wollen die Gunners am liebsten gleich im ersten zuschlagen, so den Heimvorteil auf ihre Seite bringen. Köppel: „Das wäre zumindest der Plan.“
Gmunden-Funktionär setzt Referees unter Druck
Routiniert sind in Gmunden allerdings nicht nur die Spieler, auch Funktionärs-Urgestein Harald Stelzer, der schon im Vorfeld die Schiedsrichter unter Druck setzt: „Wie unsere Freunde in Wels, spielt Oberwart extrem aggressiv. Wenn die Referees das durchgehen lassen, wird es schwer für uns.“
Psycho-Spielchen, auf die Gunners-Coach Horst Leitner gar nicht näher eingehen will: „Das macht er doch seit Jahren, die leben in ihrer Welt, wissen nicht, wohin mit dem Geld. Wir sind ein kleiner Verein, der einfach dieses Spiel gewinnen will. Das wird schwer genug.“
„Zwölftes Finalspiel“
Geht man doch als Außenseiter ins Duell mit dem Meister. Wobei die Situation für Leitner keine andere ist, als in den letzten elf Partien: „Wir wissen seit Wochen, dass wir gewinnen müssen, nur so konnten wir überhaupt noch ins Play-off kommen – das wird unser zwölftes Finalspiel.“ Auf das die Schiedsrichter nun welchen Einfluss haben? „Denselben wie immer“, sagt Leitner, „mir ist es egal, ob kleinlich oder großzügig gepfiffen wird – wichtig ist nur, dass die Auslegung für beide Seiten gilt.“
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