Mo, 20. Mai 2019
21.06.2012 14:21

Forscher beweist:

Nigeria-Spam zielt absichtlich auf dümmste Nutzer ab

E-Mails mit Geschichten von nigerianischen Prinzen, verlorenen Reichtümern und dem Versprechen an den Empfänger, mit einer Überweisung sehr viel Geld zu machen, scheinen den meisten Menschen schon auf den ersten Blick absurd. Doch die Spammer wissen genau, was sie tun, beweist nun ein Forscher von Microsoft. Sie zielen seiner Ansicht nach absichtlich auf die dümmsten Nutzer ab, um Geld zu sparen.

Immer wieder wird in den Medien vor dem sogenannten Nigeria-Spam gewarnt, der stets nach einem ähnlichen Schema abläuft. Warum also bleiben die Betrüger bei ihrer Masche und geben in den E-Mails auch noch an, aus Nigeria zu stammen? Diese Frage ließ Cormac Herley von Microsoft Research nicht mehr los.

Herley hat die Spam-Mails und ihre Erfolgsraten mithilfe der Mathematik untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Spammer keineswegs so dumm anstellen, wie man ob der offensichtlich verdächtigen E-Mails meinen könnte.

"Filter" spart Spammern Geld und Arbeitskraft
Schließlich sei das Versenden der E-Mails zwar billig, die nachfolgenden Antworten und der Prozess der Geldüberweisung von den Opfern aber seien sowohl arbeitsintensiv wie auch teuer, so Herley. Dementsprechend sei das Ziel der E-Mails nicht, so viele Personen wie möglich anzulocken, sondern nur die dümmsten bzw. leichtgläubigsten Internetnutzer - sie werden quasi herausgefiltert. Denn wer auf eine so offensichtliche Lüge hereinfällt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bereit, den Betrügern in der Folge Geld zu überweisen.

Ideale Opfer nur winziger Teil der Bevölkerung
"Da Leichtgläubigkeit nicht beobachtbar ist, ist die beste Stategie, diejenigen mit dieser Eigenschaft dazu zu bringen, sich selbst zu erkennen zu geben. Eine E-Mail mit Geschichten über sagenhafte Geldbeträge und westafrikanische Korruption wird alle außer den Leichtgläubigsten bizarr erscheinen", erklärt Herley in seiner Untersuchung. Wer sich im Internet und mit Suchmaschinen auskenne, Freunde oder Familie befrage und Sicherheitsratschläge von Banken lese, werde nicht auf den Trick hereinfallen. "Die, die übrig bleiben, sind für die Betrüger ideale Ziele. Sie stellen einen winzigen Teil der Gesamtbevölkerung dar."

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