Mo, 16. Juli 2018

"Viel Hass im Spiel"

07.05.2012 10:00

Polizei musste Ex-Rapidler Maierhofer beschützen

Mit dem Schlusspfiff sank Salzburgs Matchwinner Stefan Maierhofer am Sonntag im Hanappi-Stadion theatralisch auf die Knie. Danach wurde der Stürmer von zwei Polizisten in Empfang genommen, die ihn in die Kabine begleiten sollten. Doch die Reizfigur der grün-weißen Fans genoss zuvor lieber noch das Bad in der Journalisten-Menge, präsentierte stolz ein T-Shirt mit dem Slogan "Stefan is all in".

Maierhofer liebt halt die große Bühne. Ohne Maß und Ziel. Was Rapid-Coach Peter Schöttel auf die Palme brachte: "Er soll sich jetzt nicht feiern lassen, er hat viel Sympathie verloren, Sachen gemacht, die sich nicht gehören. Er hätte gar nicht mehr auf dem Feld sein dürfen."

Was den Buhmann der Rapidler kalt ließ. "Hätti wari täti", grinste Maierhofer bei den Interviews und stellte sich den heiklen Fragen: Sein schmutziger Ellbogen-Check gegen Pichler? "Ein normaler Zweikampf. Ich kann mich nicht in Luft auflösen." Sein Bodycheck gegen Goalie Königshofer? "Ich habe ihn nicht gesehen." Und sein elferwürdiges Handspiel im Strafraum? "Der Ball hat die Hand berührt. Aber ich bin von hinten gestoßen worden."

Maierhofer: "Es war so viel Hass im Spiel"
Logisch, dass Schöttel da den Kopf schüttelte. Die Fans reagierten mit primitiven Schimpftiraden. Vor allem nach dem 0:1. Weil der Ex-Rapidler sehr provokant und gestenreich jubelte. "Ich bin so negativ empfangen worden. Es wäre traurig, wenn ich keine Emotionen zeigen würde", begründete Maierhofer. "Es war leider so viel Hass im Spiel. Von Beschimpfungen lasse ich mich nicht runterziehen, da muss man drüberstehen, mich hat das getragen."

Via Transparent hatten die Rapid-Fans bei ihrer Choreographie martialisch gefordert: "Es gibt nur eine Möglichkeit, das Schlachtfeld zu verlassen. Entweder mit dem Kopf des Gegners oder dem eigenen." Zum Glück hatte Maierhofer Polizeischutz...

Edlinger über Schiri Schörgenhofer empört
Empörung gab's aufseiten Rapids natürlich auch über Schiedsrichter Robert Schörgenhofer, der Maierhofer trotz des Ellbogenchecks nicht vom Platz wies. Rapid-Präsident Rudolf Edlinger ließ sich deshalb nach dem Match zu dem Satz hinreißen: "Was willst du tun, wenn der Referee zu viel Red Bull trinkt? Ich sage lieber nicht, wonach ich mich frage, aber ich frage mich trotzdem."

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