Mo, 16. Juli 2018

Kein Geld für Miete

03.04.2012 17:26

Vater von Bettler verprügelt - nun droht Delogierung

Das Schicksal meint es nicht gut mit Familie A. aus Wien: Als Alois A. (Bild rechts) seine Tochter (links) im Juli 2011 vor einem aufdringlichen Bettler schützen wollte, ging dieser mit Krücken auf den Vater los. Aufgrund vieler Arztbesuche und Krankenstände verlor der Feinoptiker seine Arbeit. Der rabiate Bettler wurde zu 2.500 Euro Strafe verurteilt, die er nie zahlen wird. Dem Opfer und seiner Familie droht nun die Delogierung.

Nach zahlreichen Rückschlägen steht der fünfköpfigen Familie der Verlust ihrer Wohnung bevor. Im Juli 2011 war ein Bettler auf den 55-jährigen Alois A. losgegangen und hatte ihn mit seinen Krücken krankenhausreif geprügelt (siehe Infobox).

Am 19. März 2012 wurde der Rumäne wegen schwerer Körperverletzung schuldig gesprochen und zur Zahlung von 2.500 Euro verurteilt. Doch der Bettler ist mittellos. "Das Geld werde ich nie sehen", so A. Der Verurteilte geht wieder seiner Tätigkeit nach und bettelt vor einem Supermarkt.

"Sollen wir auf der Straße leben?"
Aufgrund vieler Arztbesuche und Krankenstände verlor der 55-Jährige schließlich seine Arbeit, die Familie liegt zudem mit der Miete im Rückstand. Die Hausverwaltung will sie binnen 14 Tagen aus der Wohnung wissen.

Die Eltern sind verzweifelt: "Sollen wir mit unseren Kindern auf der Straße leben?" Die 19-jährige Tochter Jennifer absolviert ihr letztes Jahr an der Modeschule, Sohn Alex (13) geht bald auf die HTL und das zwölfjährige Mathematik-Genie Manuel will die Matura machen.

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