ÖFB in Feierlaune

„Singen laut und falsch - aber mit Begeisterung!“

Fußball International
18.10.2023 07:57

Wie unsere Kicker in Baku die EM-Quali feierten: Vom Teamchef gab’s einen Freifahrtschein, beim Heimflug hieß es dann „Fitschlafen“ für die Rückkehr zu den Klubs.

Die „Krone“ berichtet aus Baku

Der Abpfiff in Baku war der Anpfiff zur großen Party. Die gleich auf dem Feld begann, sich bei den Fans fortsetzte und in der Kabine weiterging.

„Baumerl“ als Bandleader
Die Klassiker „Sweet Caroline“ oder „I am from Austria“ waren bis in die Mixed Zone zu hören, „Bandleader“ war Christoph Baumgartner. Der von den Kollegen gelobt („der Baumerl ist immer und überall dabei“, so Alexander Schlager), aber auch „getadelt“ wurde: „Singen kann er nicht, aber er macht es dann wiederum mit so viel Leidenschaft und Herz, dass es gut klingt“, meinte Konrad Laimer. Und Maxi Wöber (war auch bei der Bierdusche für den Teamchef während der Pressekonferenz dabei, „der Ralf Rangnick hat Durst gehabt, da haben wir ihm ein Bier gebracht“) fügte hinzu, „dass der Baumi schon viel von den erfahrenen Hasen gelernt hat“. Baumgartners Konter: „Der Wöber singt nicht viel besser, da samma beide Weltklasse, unser Motto lautet: Laut, falsch, aber mit Begeisterung!“

Ein stolzer Kapitän
Stichwort „alte Hasen“ - diese fehlten ja in Baku, David Alaba und Marko Arnautovic gratulierten aber sofort in den sozialen Netzwerken. „Ich bin richtig stolz auf das Team, die Vorfreude ist riesig, wir wollen in Deutschland beweisen, welche Qualität unser Team hat“, so Alaba, der in Madrid vor dem TV mitfieberte.

Wären sie da gewesen, hätten sie wohl so wie die Kollegen die Nacht zum Tag gemacht - was der Teamchef erlaubte: „Er hat uns einen Freifahrtschein gegeben, gemeint, dass es ihm wurscht ist, was wir machen, für uns war das der Auftrag, dem Teamchef mal zu zeigen, wie Österreicher richtig feiern“, verriet Wöber.

Trainer weiß von nichts
Rangnick (dessen Vertrag sich durch das Erreichen der EM bis zum Ende der Qualifikation für die WM 2026 verlängerte) bestätigte: „Die Vereinstrainer hoffen alle, dass die Jungs früh schlafen gehen und ausgeruht zurückkommen. Also habe ich gesagt: Ich weiß von nichts, ihr seid alt genug, macht, was ihr wollt!“

Er vertraut der Truppe - weil er weiß: „Der Umgang der Jungs untereinander ist großartig, sie sind da wirklich außergewöhnlich. Das ist auch eine große Stärke.“

Einige kamen jedenfalls tags darauf mit etwas kleineren Äuglein zum Rückflug nach Wien, gut, dass dieser knapp viereinhalb Stunden dauerte - so konnte man sich „fitschlafen“ für die Rückkehr zu den Klubs.

Peter Klöbl
Peter Klöbl
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