Die Verdächtigen sollen insgesamt etwa 15 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von rund 900.000 Euro an Abnehmer gebracht haben, von denen 25 ebenfalls ausgeforscht worden sind, berichtete Polizeisprecher Roman Hahslinger.
Im Besitz eines der Hauptverdächtigen, eines 43-jährigen Wieners, sowie zweier Mittäter fanden sich bei ihrer Festnahme am 29. November 2011 etwas über 100 Gramm Kokain und rund 28.000 Euro. Außerdem wurde knapp ein Kilogramm Goldschmuck sichergestellt, den ein Bandenmitglied aus Amerika illegal eingeführt hat (Bilder).
Kokain in Wohnungen und Lokalen verkauft
Diesen ersten drei Festnahmen waren längere Observierungen durch Beamte des Landeskriminalamts Wien vorausgegangen. Danach kamen die Ermittler immer mehr Mitgliedern des Dealerrings auf die Schliche. Die Verdächtigen sollen das Kokain, dessen Herkunft unbekannt ist, vor allem in ihren Wohnungen und in verschiedenen Lokalen verkauft haben.
Häftling als Drahtzieher der Drogengeschäfte
Der in der Justizanstalt Garsten in Oberösterreich einsitzende Verdächtige war laut Polizei 2005 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das habe ihn aber nicht daran gehindert, mithilfe von in die Zelle eingeschmuggelten Handys drei Kokaindealer mit Drogengeschäften zu beauftragen, so Hahslinger. Zumindest einen dieser Männer, die von dem Inhaftierten regelmäßig instruiert wurden, hatte der Drogenboss im Gefängnis kennengelernt.
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