Ynet zitierte aus einer Mitteilung der Gruppe, in der diese sich zu den Cyber-Attacken bekannte und diese als Reaktion auf die Angriffe "jämmerlicher saudiarabischer Hacker" vom Vortag bezeichnete. "Wenn die Angriffe der saudiarabischen Hacker weitergehen, werden wir die nächste Etappe nehmen und diese Seiten (...) für Wochen oder sogar Monate (...) zum Stillstand bringen", heißt es in der Erklärung. "Ihr seid gewarnt."
Neue Form des Widerstands
Am Montag waren die Internetseiten der israelischen Fluggesellschaft El Al, der Börse in Tel Aviv sowie von mehreren israelischen Banken für mehrere Stunden lahmgelegt worden. Israels Vize-Außenminister Dany Ayalon sprach von "terroristischen" Angriffen und drohte mit Vergeltungsmaßnahmen im Cyberspace. Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas-Organisation lobte am Montag die Hackerangriffe gegen Israel als "neue Form des arabischen und islamischen Widerstands gegen die israelische Besatzung".
Bereits am 11. Jänner hatte ein israelischer Hacker 217 Kreditkartendaten von Saudiarabern veröffentlicht, nachdem zuvor saudiarabische und palästinensische Hacker die Daten von mehr als 20.000 israelischen Kreditkartenbesitzern offengelegt und die Websites öffentlicher Dienste wie der Feuerwehr angegriffen hatten. Aufgrund der häufiger werdenden Cyber-Attacken betreibt Israel seit Anfang des Jahres ein eigenes Abwehrsystem gegen solche Angriffe.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.