Mi, 20. Juni 2018

Zeitreise im Web

28.12.2014 09:00

So hätten Facebook und Co. 1997 ausgesehen

Wie hätten Facebook, Google+, YouTube und Pinterest ausgesehen, wenn sie schon vor Ende der 1990er-Jahre erfunden worden wären? Zwei Medienkünstler sind dieser Frage nachgegangen und präsentieren das Ergebnis ihrer Zeitreise ins Jahr 1997 für jeden erlebbar im Internet.

1997 war das Jahr, in dem die Pathfinder-Sonde auf dem Mars landete, Black Sabbath ihre Wiedervereinigung feierten und Tiger Woods zum ersten Mal die US Masters gewann. Facebook, YouTube und Google+ waren noch in weiter Ferne. Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook ging erst 2004 an den Start. Die Nutzung war damals noch ausschließlich Hardvard-Studenten vorbehalten. 2005, also ein Jahr später, erblickte YouTube das Licht der Internet-Welt, das Foto-Netzwerk Pinterest folgte 2009 und der Facebook-Herausforderer Google+ gar erst im Sommer 2011.

Doch was wäre gewesen, wenn die vier Portale schon früher, um genau zu sein: vor 17 Jahren, erfunden worden wären? Und vor allem: Wie hätten die Websites ausgesehen und funktioniert? Die russische Internetkünstlerin Olia Lialina und der deutsche Informatiker und Medienkünstler Dragan Espenschied wollten es wissen und bauten Facebook und Co. im Rahmen ihres Projekts "Once Upon" ("Es war einmal") nach – "mit der Technologie und im Geiste des Jahres 1997", wie es auf der dazugehörigen Website heißt.

Gedrosselte Surf-Geschwindigkeit
Das Ergebnis kann sich aus heutiger Sicht zwar nicht mehr sehen lassen, fasziniert auf seine Art und Weise aber dennoch: Viel Grau und geschmacklose Hintergründe beleidigen das Auge ebenso wie Videos in winzigen Auflösungen und unschöne HTML-Frames, während langsame Verbindungs- und Aufbauzeiten die Geduld strapazieren. Kein Wunder, schließlich haben die beiden Internetkünstler die Übertragungsgeschwindigkeit ihrer Server bewusst auf jene eines damals üblichen Einwahlmodems gedrosselt. So können auch verwöhnte Breitband-Nutzer von heute erfahren, was es bedeutete, anno 1997 durchs Internet zu surfen oder besser: zu schleichen.

Am besten mit dem Netscape Navigator zu genießen
Wer die fiktiven Website-Nachbauten von Facebook, YouTube, Google+und Pinterest übrigens möglichst authentisch erleben möchte, sollte den Empfehlungen der Macher folgen und zum Surfen wie anno dazumal auf den Netscape Navigator in der Version 4.03 zurückgreifen – unter Windows 95, versteht sich, und auf einem Röhrenmonitor mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln.

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