So, 19. August 2018

Ajax protestiert

08.12.2011 17:45

Betrugsvorwurf nach 1:7-Debakel von Dinamo Zagreb

Das 1:7-Debakel von Dinamo Zagreb gegen Olympique Lyon könnte ein längeres Nachspiel haben. Bereits kurz nach dem Spiel waren vor allem in den Niederlanden Betrugsvorwürfe aufgekommen, nun fordert Ajax Amsterdam, das durch den hohen Sieg der Franzosen um den Aufstieg ins CL-Achtelfinale gebracht wurde, Aufklärung durch die UEFA. Deren Wettbetrugs-Warnsystem konnte bisher jedenfalls keine Auffälligkeiten feststellen.

Die UEFA könne über das 1:7 nicht einfach so hinweggehen, erklärte Ajax-Direktor Martin Sturkeboom am Donnerstag. Das Begehren um Klärung werde dem europäischen Fußballverband offiziell per Brief übermittelt. "Wir wollen auf alle Fälle eine Reaktion von der UEFA", erklärte Sturkenboom. "Wir erwarten zwar nicht, dass dabei viel herauskommt. Aber gar nichts tun, ist auch keine Option."

Ajax Amsterdam war am Mittwoch von Lyon nur durch das Torverhältnis aus der Champions League geworfen worden, da die beiden direkten Aufeinandertreffen jeweils mit 0:0 geendet hatten. Die Franzosen waren mit einem negativen Torverhältnis ins Spiel gegen Zagreb gestartet, durch das Torfestival sicherten sie sich aber gerade noch einen Platz in der Königsklasse.

"Keine irregulären Wettmuster"
"Zum jetzigen Zeitpunkt" habe das Warnsystem der UEFA jedenfalls "keine irregulären Wettmuster bezüglich des Spiels gezeigt, die eine Untersuchung rechtfertigen würden", erklärte ein Sprecher der UEFA. Der Dachverband habe "die Berichte über das Spiel und die verschiedenen in Medien erhobenen Vorwürfe zur Kenntnis genommen" und warte nun die Berichte des Schiedsrichters, der Schiedsrichter-Beobachter und der Match-Delegierten ab.

Man wolle sehen, ob nach deren Ansichten "etwas Verdächtiges passiert sein könnte". Wenn es in diesen Berichten Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten gebe, werde die UEFA Untersuchungen einleiten. "Aber im Moment gibt es dafür keine Gründe", erklärte die UEFA.

Lyon wehrt sich gegen Vorwürfe
Olympique Lyon hat sich indes gegen den Betrugsvorwurf gewehrt. Der französische Klub "bedauert, dass die Kommentare sich nicht auf den sportlichen Teil einer unglaublichen Heldentat beschränken, die sowohl Olympique Lyon als auch der französische Fußball vollbracht haben", hieß es in Kommunique des Vereins.

Lyon begrüßte aber gleichzeitig die angekündigte Untersuchung der französischen Internetwetten-Regulierungsbehörde ARJEL: "Der Verein stimmt dieser Aktion, die wegen eines untypischen Ergebnisses eingeleitet wurde, völlig zu."

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