Der Chef des ukrainischen Fußballverbands muss vorerst bis Mitte August im Gefängnis bleiben. Ein Gericht in Lwiw ordnete Untersuchungshaft für Andrij Pawelko in einem laufenden Verfahren an, wie die Agentur Interfax-Ukraine am Freitag meldete. Er war bereits im November vergangenen Jahres vernommen, gegen Kaution aber freigelassen worden. Die umgerechnet rund 245.000 Euro wurden vom Staat einbehalten.
Pawelko wird Korruption beim Bau von Mini-Fußballplätzen und die Unterschlagung von umgerechnet mehreren Hunderttausend Euro vorgeworfen. In Oleg Blochin, Igor Bjelanow und Oleg Protassow boten sich mehrere ukrainische Fußballlegenden an, für den Verbandschef zu bürgen.
Die vom Krieg gebeutelte Ukraine hat sich zusammen mit Spanien und Portugal für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 beworben. Die Ermittlungen gegen Pawelko gefährden auch die Bewerbung für die WM zum 100-jährigen Jubiläum des Turniers.
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