Nach Kosovo-Statement

Sanktionen gegen Djokovic? So entscheidet die ITF!

Tennis
31.05.2023 22:14

Novak Djokovic muss für seine Kosovo-Botschaft nach seiner Erstrunden-Partie bei den French Open keine Sanktionen befürchten! 

Der Internationale Tennis-Verband (ITF), der die Hoheit über die Grand-Slam-Turniere hat, betonte am Mittwoch, dass „politische Äußerungen“ von Spielern nicht verboten seien. Nach seinem Dreisatz-Erfolg gegen Aleksandar Kovacevic am Montag hatte Djokovic auf eine TV-Kamera geschrieben: „Kosovo ist das Herz von Serbien. Stoppt die Gewalt!“

„Gibt keinen Passus, der politische Äußerungen untersagt!“
ITF-Präsident David Haggerty sagte am Mittwoch, dass man einen Brief aus dem Kosovo erhalten, beantwortet und an den französischen Ausrichter des Grand-Slam-Turniers sowie die ATP weitergeleitet habe. „Sie machen die Regeln für dieses Event.“ Zuvor hatte die ITF in einem Statement mitgeteilt: „In den Verhaltensregeln für die Grand Slams gibt es keinen Passus, der politische Äußerungen untersagt.“

(Bild: Copyright 2023 The Associated Press. All rights reserved)

„Ich bin kein Politiker und will keine Debatte auslösen!“
Er habe als Sohn eines im Kosovo geborenen und aufgewachsenen Vaters einfach seine Unterstützung für die Serben im Kosovo ausdrücken wollen, hatte sich Djokovic verteidigt. Dort sind in den letzten Tagen bei Unruhen mehrere Menschen verletzt worden. „Ich bin kein Politiker und will keine Debatte auslösen“, sagte der Serbe, der in Paris mit einem 23. Grand-Slam-Titel alleiniger Rekordhalter werden könnte.

Unruhen im serbisch dominierten Norden des Kosovos
Hintergrund der Aktion von Djokovic sind die jüngsten Unruhen im serbisch dominierten Norden des Kosovos nach Kommunalwahlen vom 23. April. Die Serben, die im nördlichen Landesteil die Mehrheit der Bevölkerung stellen, hatten die Wahlen boykottiert. In der Folge gewannen auch in mehrheitlich serbisch bewohnten Gemeinden albanische Bürgermeister-Kandidaten.

Zu deren Amtsantritten am Montag versammelten sich ethnische Serben zu Demonstrationen. Bei Ausschreitungen waren in der mehrheitlich serbisch bewohnten Ortschaft Zvecan rund 30 UNO-Friedensschützer und nach serbischen Krankenhaus-Quellen 53 Serben verletzt worden. Aus Zvecan stammt auch der Vater von Djokovic.

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(Bild: KMM)



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