Verletzter Sadio Mane

„Balsam für die Herzen der Senegalesen und Fans“

WM 2022
05.12.2022 17:11

Senegal hat vor und während der Fußball-WM ein Auf und Ab erlebt. Nach der Verletzung von Superstar Sadio Mané startete der Afrika-Champion mit gedämpften Erwartungen ins Turnier. Durchaus starke Leistungen in der Gruppenphase hatten bereits zu Vergleichen mit dem WM-Märchen von 2002 geführt, ehe England die „Löwen von Teranga“ wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Mané bekräftigte trotz des Ausscheidens, dass sein Team die Nationalflagge „würdig vertreten“ habe. Die Partien des Teams seien „Balsam für die Herzen der Senegalesen und aller Fans“ gewesen.

Der Senegal erreichte neben Marokko als einziges afrikanisches Team bei der Endrunde in Katar das Achtelfinale. Das löste nicht nur bei Mané selbst, sondern in der ganzen Heimat Begeisterung aus. „Das Volk ist sehr stolz auf eure Leistung“, schrieb der Bayern-Legionär auf Instagram.

Großer Unterschied
Im Spiel gegen England kam ans Tageslicht, wie schmerzlich Mané vermisst wurde. Senegal trat in der Anfangsphase offensiv mutig auf und hätte durch Mängel in der Defensive des Vize-Europameisters durchaus in Führung gehen können. Schlussendlich fehlte aber die nötige Effizienz und Klasse vor dem Tor, die der Superstar zweifelsohne mitgebracht hätte. Als Knackpunkt des Spiels kristallisierte sich im Nachgang der Führungstreffer der „Thee Lions“ heraus, ab diesem Moment hatte Senegal wenig bis gar nichts mehr entgegenzusetzen.

Nationaltrainer Aliou Cissé wies nach dem Spiel auf den Abstand zwischen den absoluten Top-Teams der Welt und afrikanischen Mannschaften hin. „Wir haben gegen eines der Top-5-Teams der Welt gespielt, den Unterschied hat man heute gesehen“, bilanzierte der 46-jährige nach der höchsten WM-Niederlage in der Geschichte des Senegals.

Senegal-Coach Aliou Cisse (Bild: Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved)
Senegal-Coach Aliou Cisse

Wie geht‘s mit Trainer Cisse weiter?
Der afrikanische Fußball müsse weiter daran werken, auf diesem Niveau konkurrenzfähig zu sein, forderte Cissé. „Das ist ein laufender Prozess. Wir haben hart gearbeitet und wir müssen weiter arbeiten, um gegen Teams eines solchen Kalibers besser zu spielen.“ Dennoch ortete der 46-Jährige eine stetige Entwicklung im afrikanischen Fußball, „aber das geht nicht über Nacht. Wenn wir dieses Turnier gewinnen wollen, müssen wir weitermachen.“

Über seine eigene Zukunft wollte der ehemalige Nationalspieler nach dem Aus nicht reden. „Wir haben ein Spiel verloren und sind ausgeschieden, ich will die Lehren daraus ziehen und dann werden wir sehen“, sagte Cissé. Seinen Vertag verlängerte er kurz vor der WM bis 2024. „Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“

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(Bild: KMM)



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