Wie steht es um die medizinische Versorgung im Land, wenn die Hauptstadt keinen Kinderarzt mit Kassenvertrag hat? Dank der Arbeiterkammer erübrigt sich diese Frage in St. Pölten
Die Ordination wird schon umgebaut, erste medizinische Geräte sind geliefert - Dr. Johannes Schaffer wird neuer Kinderarzt in St. Pölten. Warum das außergewöhnlich ist? Er ist der erste Mediziner für kleine Patienten mit einem Kassenvertrag, den die Landeshauptstadt seit seit Längerem gesehen hat. Mehr als 70-mal (!) wurde die Stelle ausgeschrieben, seit dem Jahr 2019 sucht auch die NÖ-Arbeiterkammer aktiv nach einem Kinderarzt, der sich ins System traut.
„Wir haben hier mit dem Sozialmedizinischen Zentrum bereits geeignete und entsprechend gewidmete Räumlichkeiten“, sagt AK-Präsident Markus Wieser, der nicht einsehen wollte, dass es in einer Landeshauptstadt einfach keinen Kassen-Kinderarzt gibt. Folglich hilft die AK dem medizinischen Jungunternehmer Schaffer auch bei den Mietkosten aus – und will etwa die Grünflächen vor der barrierefreien und somit auch für Kinderwagen geeignete Praxis mit Spielplatz & Co. aufwerten.
Überfüllte Ambulanzen
Schaffer selbst weiß, worauf er sich einlässt, ist er derzeit noch Oberarzt der Kinderambulanz im St. Pöltner Spital: „Die Ambulanz ist heillos überfüllt, weil sie de facto die Aufgabe eines Kassenarztes erfüllen muss.“ Das kann allerdings auch Kapazitäten bei heiklen Notfällen belegen. Im November, spätestens mit Jahreswechsel, wird eröffnet.









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