Fiaker bestimmen das Stadtbild der Wiener Innenstadt. Die von Pferden gezogenen Kutschen gelten als Touristenmagnet, die Kutscher als Reiseführer, die Interessierten Stadt und Sehenswürdigkeiten näherbringen. Fiakerfahrten sind ebenso hochumstritten: nicht mehr zeitgemäß, zu groß das Leid der Tiere, die Tag für Tag Lärm, Asphalt und Abgasen ausgesetzt sind. krone.at wagte einen Blick hinter die Kulissen des Fiakergeschäfts.
Diskussionen über die Zukunft der Pferdekutschen in Wien gibt es schon lange - und bekommen mit jedem neuen Zwischenfall neuen Antrieb. Während Wiens Bürgermeister Michael Ludwig wenig davon hält, das Symbol der Stadt aus den Straßen Wiens zu verbannen, sieht Gesundheitsminister Johannes Rauch die Kutschen als „ein bisschen aus der Zeit gefallen“.
Anblicke wie die folgenden versetzen jedem tierlieben Menschen jedenfalls einen Stich ins Herz: ein rutschendes Pferd auf dem glatten Asphalt der Innenstadt, ein strauchelndes, das Augenblicke danach zu Boden stürzt, ein Tier, das aufgrund eines Kreuzschlages zusammenbricht. Ein hausgemachtes Problem - so kritische Stimmen über Fiakerfahrten in Wien -, denn Pferde hätten in der Stadt einfach nichts zu suchen. Ausgesetzt brütender Hitze im Sommer, tagtäglich viel zu viele Arbeitsstunden, vorbei an hupenden Autos, über Straßen mit wenig Bodenhaftung.
Nachgeschaut in Simmering und einem Pferdehof bei Wien
Stimmt das Bild des geschundenen Pferdes, das tagtäglich Stunde um Stunde Menschen in einer Kutsche durch die Stadt zieht? Und was geschieht nach dem Ende der letzten Touristentour durch die Stadt? Wir treffen den Branchenvertreter der Wiener Qualitäts-Fiaker, Marco Pollandt, und Johann Paul in Wien-Simmering, wo sich eine der zwei Stallungen seines Fiakerbetriebes befindet. Von hier aus brechen die Fiaker-Fahrer morgens in die Innenstadt auf.
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