Die SP-Fraktion lehnte im Rieder Gemeinderat die Impfskeptiker als Sitznachbarn ab. Laut dem roten Stadtvize Peter Stummer galt die Ablehnung aber nicht der Partei, sondern einer einzigen Person.
Wir haben kein Problem mit der MFG, die demokratisch legitimiert im Rieder Gemeinderat vertreten ist. Einige aus unserer Fraktion arbeiten im Krankenhaus Ried. Sie wollen nicht drei Stunden Schulter an Schulter mit jemanden sitzen, der sie Verbrecher genannt hat. Der Stachel sitzt auch Monate danach einfach viel zu tief!“ So begründet der Rieder SPÖ-Vizebürgermeister Peter Stummer die ablehnende Haltung gegenüber der Liste MFG vor der letzten Gemeinderatssitzung.
Auch Grüne wollen nicht neben MFG sitzen
Wie berichtet, weigerten sich Rot und dann auch Grün, neben Christian Stockinger und Petra Saleh-Agha zu sitzen. Letztere hatte protestierendes Krankenhauspersonal in einem Posting „Verbrecher“ genannt. Erst nach einer Klage gab’s einen Widerruf samt Entschuldigung. Beim außergerichtlichen Vergleich soll sie rund 2000 Euro für wohltätige Zwecke gespendet haben.
Für MFG-Landtagsklubchef Manuel Krautgartner ist die Sitznachbar-Ablehnung „ein tragikomisches Gustostückerl politischer Peinlichkeit mit Kindergartenqualität“. Er könne sich vorstellen, dass manche „Schönsprech-Disziplinierte bei beiden Parteien ein Problem mit der manchmal unverblümten und direkten Argumentation der Kollegin Saleh-Agha haben“. Die Angelegenheit sei ein weiteres Zeugnis dafür , wie unprofessionell politische Funktionäre mit ihrem Mandat umgehen.
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