12.03.2022 20:00 |

Hohe Strafen

„Schwarze Schafe“ gingen Finanzpolizei ins Netz

Fleißig im Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping ist die Finanzpolizei. In ganz Österreich fanden heuer bereits mehrere Schwerpunktaktionen in verschiedenen Branchen statt. Saisonbedingt lag der Fokus der Kontrollen im Februar auf Schischulen, Schilehrerinnen und Schilehrern sowie Schihütten im Raum Tirol und Vorarlberg. In Summe wurden dabei 30 Betriebe sowie 229 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer kontrolliert. Neben den Beschäftigungsverhältnissen erfolgten auch entsprechende Kontrollen der Registrierkassen.

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Das Ergebnis der Aktion ist eine beachtliche Bilanz: Insgesamt wurden bei 13 der kontrollierten Betriebe, wobei es sich um vier Schischulen und neun Schihütten handelte, 38 Übertretungen gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Arbeitslosen Versicherungsgesetz und das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz verzeichnet. Neben den genannten Verstößen wurden in vier Fällen auch grobe Verfehlungen gegen die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht aufgedeckt.

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Lohn- und Sozialdumping schädigt den Wirtschaftsstandort und ist unfair gegenüber jenen Unternehmen, die sich an die Regeln halten und Steuern zahlen.

Magnus Brunner

Hohe Geldstrafen
Die 13 Unternehmen wurden angezeigt und müssen nun nicht nur mit Nachzahlungen, sondern zusätzlich auch mit hohen Geldstrafen rechnen. Bei einer Schischule wurden zur Deckung der Steuerrückstände zudem 23.074 Euro vor Ort gepfändet, bei einer Schihütte stellte der Unternehmer für 20.000 Euro ein Ratenansuchen.


„Lohn- und Sozialdumping schädigt den Wirtschaftsstandort und ist unfair gegenüber jenen Unternehmen, die sich an die Regeln halten und Steuern zahlen. Damit wird auf Kosten aller anderen in die eigene Tasche gewirtschaftet. Die Finanzpolizei ist daher angewiesen, rigoros gegen jegliche unredlichen Geschäftspraktiken vorzugehen und die schwarzen Schafe aus dem Verkehr zu ziehen“, hält dazu ÖVP-Finanzminister Magnus Brunner fest.

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