Nach Chelsea-Rückzug

„Armselig!“ Ex-Kicker knöpft sich Abramowitsch vor

Der russische Oligarch Roman Abramowitsch, dem eine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt wird, hat am Samstag die Verwaltung an die Treuhänder der wohltätigen Stiftung von Chelsea abgegeben. Dennoch hagelt es Kritik. Denn einige Stimmen bezweifeln, dass es sich hier um eine ehrliche Aktion handelt. „Wir brauchen schon mehr als das. Nach all den Verwüstungen, die wir in den letzten Tagen in der Ukraine gesehen haben, einfach mit einer Erklärung herauszukommen und zu sagen, dass man es einer Wohltätigkeitsorganisation übergibt, finde ich armselig“, schimpft Ex-Manchester City-Spieler Micah Richards.

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Beim Fußball-Champions-League-Sieger und Klub-Weltmeister Chelsea herrscht nach dem teilweisen Rückzug des Besitzers Unklarheit über die Zukunft. Der Schritt gilt als Reaktion auf Forderungen in Großbritannien, Sanktionen gegen Abramowitsch zu verhängen.

„Ich glaube, dass die Treuhänder derzeit in der besten Position sind, sich um die Interessen des Vereins, der Spieler, der Mitarbeiter und der Fans zu kümmern“, teilte Abramowitsch auf der Chelsea-Website mit, ohne den Krieg in der Ukraine zu erwähnen. Damit hat der russische Milliardär die Kontrolle über zentrale Entscheidungen wie Transferbudgets, Spielertransfers und Trainerverpflichtungen abgegeben. Er bleibt aber der Besitzer des Klubs, der Berichten zufolge nicht zum Verkauf steht.

„Sie (Anm. d. Red.: Chelsea) können viel mehr tun, und es gibt so viele Fragen, die gestellt werden müssen“, ärgert sich Ex-ManCity-Star Richards bei Sky. „Was soll diese Erklärung überhaupt bedeuten? Wenn man die Erklärung liest, ist es fast so, als ob sie in einem Code geschrieben wäre, als ob man sagen würde: ‚Wir wollen Ihnen nicht sagen, was passiert, aber hier, lesen Sie das und nehmen Sie es auseinander und überlegen Sie, was es bedeutet.‘“

Star-Moderator: „Die Worte eines Wiesels“
Auch Piers Morgen, britischer Star-Moderator, kritisiert Abramowitsch. „Die Worte eines Wiesels“, meint er in den sozialen Medien.

„Wo bleibt die Verurteilung von Putins Invasion in der Ukraine?“, fragt Morgen. „Wenn Abramowitsch wirklich beweisen will, dass er keine Putin-Marionette ist, sollte er den Krieg laut und deutlich anprangern. Aber das wird er nicht ...“

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