Rodeln - Einsitzer

Prock und Schulte in Lauerstellung für Edelmetall!

Olympia
07.02.2022 15:49

Österreichs Rodlerinnen werden am Dienstag bei den Olympischen Spielen in Yanqing aus den Positionen 4, 5 und 7 die Medaillen-Ränge attackieren! Hinter den Deutschen Natalie Geisenberger, Anna Berreiter und der Russin Tatjana Ivanowa war Hannah Prock beste ÖOC-Athletin (+0,669 Sekunden), es folgten Lisa Schulte (+0,772) und Madeleine Egle (+1,010). Für die nach dem 1. Lauf führende deutsche Mitfavoritin Julia Taubitz ist nach einem Sturz keine Medaille mehr möglich.

Dass ausgerechnet Prock am nächsten zu den Medaillenrängen liegen würde, kam überraschend. Allerdings hatte die Weltcup-2. Egle im 1. Lauf nur knapp das endgültige Runterrutschen von der Rodel verhindert, war nur 17. Trotzdem stieg die 23-jährige Team-Staffel-3. von Pyeongchang 2018 lächelnd von der Rodel. „Im Sport wird immer nur auf Ergebnisse geschaut, es ist oft so extremer Druck da. Da habe ich für mich beschlossen, dass ich es auch genießen will. Und nicht zehn Jahre später einer Medaille hinterher weinen, sondern ich möchte sagen, das war cool bei den Spielen. Ich glaube, das funktioniert für mich“, sagte sie.

Die Aufholjagd begann, es ging bis Platz 7 weit nach vorne. „Natürlich möchte ich zeigen, dass ich es drauf habe. Ich möchte noch zwei gute Läufe zeigen.“ Bei ihrem Sturz wieder ganz auf die Rodel zu kommen, sei für sie wichtig gewesen. „Ich weiß nicht genau, wie ich es gemacht habe. Ich lag unten und bin wieder rauf.“ Jede aus dem Team werde am Dienstag wieder Vollgas geben, man werde noch eine gute Leistung zeigen.

Prock fand bei sich ein paar kleine Fehler, Rutscher in der 2. und 9. Kurve, die sie am nächsten Tag noch ausbessern will. „Ich habe mir nicht gedacht, dass sich so viel ausgeht. Ich habe am Start noch einmal ein bissl zugelegt auf das Training hin.“ Sie sei locker drauf, mache sich nicht zu viel Druck, das scheine zu klappen. „Ich habe Spaß auf der Rodel, das ist das Wichtigste“, sagte die 22-Jährige. Sie werde versuchen, sich abzulenken und nicht zu viel nachzudenken.

Schulte fiel nach einem sehr guten 1. Lauf und Platz 3 auf den 5. Rang zurück. „Im 2. wollte ich die Rutscher vom 1. ausbessern, das ist gelungen. Dann habe ich leider einen Fehler aus der Sechs raus gemacht, der Zeit kostete und mega-ärgerlich ist. Jetzt müssen wir schauen, was noch drinnen ist“, sagte die 21-Jährige. „Ich denke, ich kann gut schlafen, ich bin immer müde am Abend, so ein Renntag ist anstrengend. Morgen gibt es nur Angriff, ich habe nichts zu verlieren.“

Cheftrainer Rene Friedl war hocherfreut, den „jungen Mädels“ liege die Bahn, sie seien im Rennen drinnen. „Ihnen taugt es, auch Madeleine hat wieder Anschluss gefunden. Ich denke, die greifen morgen wieder an.“ Die Bahn verlange einem wirklich alles ab, sei sehr selektiv und halte einiges an Überraschungen bereit." Die Entscheidung fällt am Dienstag mit den Läufen 3 und 4 (12.50 Uhr bzw. 14.35 Uhr MEZ).

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