12.01.2022 23:00 |

„Krone“-Jahresvorschau

Ein teures Jahr für die Lungauer Gemeinden

Was haben Salzburgs Gemeinden 2022 vor? Die „Krone“ hat sich umgehört und startet die Serie mit dem Lungau: Auch im heurigen Jahr müssen viele Bürgermeister kleinere Brötchen backen, als ihnen eigentlich lieb wäre. Durch die Pandemie herrscht in den Gemeinde-Kassen teils gähnende Leere. Vielerorts konzentriert man sich auf die Pflichtaufgaben – doch auch hier kommt man nicht an großen Investitionen vorbei.
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Ramingstein: Im Ortsteil Hintering entsteht eine neue Steinschlagsicherung und die Parkflächen im Ortsgebiet werden erweitert. Zudem wird die Errichtung von Nahversorger und Seniorenwohngemeinschaft fortgesetzt, erklärt Günther Pagitsch (SPÖ

Mauterndorf: Auf einen neuen Bau- und Recyclinghof freut sich Herbert Eßl (ÖVP) in Mauterndorf. Investiert wird auch in die Minigolfanlage, ein Verkehrskonzept an der B99 und einen Mannschaftswagen für die Feuerwehr. Zudem entstehen 18 neue Wohnungen.

Tamsweg: In Tamsweg ist Georg Gappmayer (ÖVP) mit gestiegenen Kosten für Pflichtaufgaben und einem knappen Budget konfrontiert. Heuer widmet man sich dem Abwasser- und Kanalbereich, errichtet einen Demenzgarten beim Altersheim und setzt das Verkehrskonzept weiter um. Auch erneuerbare Energien sind ein Anliegen - das Tennisheim erhält im Zuge der Sanierung eine Fotovoltaikanlage.

St. Michael im Lungau: St. Michael widmet sich vor allem dem Großprojekt „Sport-, Familien- und Freizeitzentrum“, das an der Mur entsteht. Manfred Sampl (ÖVP) freut sich zudem, dass im Rahmen des Baulandsicherungsmodells im heurigen Jahr die ersten Familien ihr Eigenheim im Ortsteil „Glashütte“ errichten können. Auch im Bereich der Wildbach- und Lawinenverbauung sind Maßnahmen geplant.

Mariapfarr: In Mariapfarr kann Andreas Kaiser (ÖVP) der Feuerwehr in diesem Jahr einen neuen Mannschaftswagen übergeben. Im Ortsteil Tscharra wird außerdem ein Löschwasserbehälter installiert. Investiert wird auch in die Friedhofsmauer in Althofen und in die Erweiterung des Proberaums für die Musik. Auch ein neuer Raum für die örtlichen Vereine soll entstehen.

Lessach: Ortschef Peter Perner (ÖVP) widmet sich in Lessach heuer der Aufschließung des Baulandsicherungsmodells. Teuer wird für die Gemeinde vor allem die Sanierung des in die Jahre gekommenen Kirchendachs - von den veranschlagten 300.000 Euro wird die Gemeinde ein Drittel stemmen müssen. Die Lessacher Feuerwehrleute dürfen sich über ein neues Kleinlöschfahrzeug freuen.

Zederhaus: Für Thomas Kößler (ÖVP) steht im heurigen Jahr vor allem der Lückenschluss für den Zederhauser Radweg am Programm. Dieser kostet die Gemeinde rund 450.000 Euro. Schwerpunkt für die nächsten Jahre ist außerdem das Konzept für die Lenkung der Tagesgäste. Die Feuerwehr erhält ein neues Rüstlöschfahrzeug, das speziell für den Tunnel-Einsatz konzipiert ist.

Muhr: Die Fertigstellung des Murradwegs ist für Hans-Jürgen Schiefer (ÖVP) ein zentrales Anliegen. Mit dem letzten Teilstück soll im Herbst begonnen werden. Im Ortsteil Hintermuhr wird nahe dem Kraftwerk die Straße sanie

St. Andrä: Heuer wird mit der Sanierung des veralteten Kanalnetzes begonnen. Zudem stehen für Heinrich Perner (ÖVP) auch Straßensanierungen und die Errichtung von sanitären Einrichtungen im Bereich der Sportanlage am Programm.

St. Margarethen: Johann Lüftenegger (ÖVP) hat dieses Jahr einiges vor. Neben größeren Investitionen im Bereich der Wildbachverbauung stehen die Verdichtung der Straßenbeleuchtung und die Neugestaltung rund um das Kriegerdenkmal am Programm.

Thomatal: In Thomatal entstehen ein Ausstellungsgebäude zu Ehren des legendären Pfarrers Valentin Pfeifenberger und ein Mehrfamilienhaus. Zudem plant die Gemeinde ein Baulandsicherungsmodell, erklärt Klaus Drießler (GfT).

Tweng: In Vordertweng wird das Baulandsicherungsmodell finalisiert - hier entstehen sechs Parzellen für Einheimische. Zudem muss sich Franz Kaml (ÖVP) heuer einigen Pflichtaufgaben im Kanal- und Straßenbereich stellen.

Unternberg: Peter Sagmeister (ÖVP) muss heuer 1,150.000 Euro für die Sanierung der Kanal- und Wasserinfrastruktur in die Hand nehmen. Dabei werden außerdem die Straßen und Beleuchtung auf einen aktuellen Stand gebracht.

Weißpriach: In Weißpriach muss Peter Bogensperger (ÖVP) den „Sparstift ansetzen“, wie er sagt. Im heurigen Jahr dreht sich alles um die anstehende Kanalsanierung am Fanningberg - diese schlägt dafür mit 600.000 Euro zu Buche.

Göriach: Bürgermeisterin Waltraud Grall (ÖVP) beschäftigt 2022 die Erweiterung des Friedhofs, wo man Platz für die Urnenbestattung finden möchte. Zudem laufen in Göriach die Sondierungen für ein Baulandsicherungsmodell.

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