GUTEN MORGEN

Silvester klein und daheim | Schlagzeilen!

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Nicht so eingeengt wie vor einem Jahr - da galt zu Silvester überhaupt ein Lockdown, aber doch mit deutlichen Einschränkungen gehen wir in den zweiten Corona-Jahreswechsel. Angesichts der Omikron-Welle, die unter anderem Frankreich, Großbritannien, Spanien und Portugal bereits überflutet und sich über Italien auch an Österreich heranschwemmt, gilt der dringende Rat, Silvester heuer am besten klein und daheim zu feiern. Die Regeln sind so kompliziert, dass wir sie auf einer Doppelseite in unserer heutigen „Krone“-Ausgabe erklärt haben. Fast müsste man raten, reißen Sie diese beiden Seiten heraus, bevor Sie sich mit Menschen treffen. Wie viele Appelle gab es seit Pandemiebeginn, einfache, leicht verständliche und vor allem nachvollziehbare Regeln zu erlassen. Das Gegenteil ist passiert: Alles noch undurchsichtiger, noch schwerer nachvollziehbar und vor allem einhaltbar. Ob die Politik und die Bürokratie im neuen Jahr endlich endlich dazulernt?

Schlagzeilen. Am letzten Tag des Jahres noch ein Blick zurück auf ein Jahr, das uns von der „Krone“ und unserer Leser-Familie viele Schlagzeilen bescherte. Darunter nicht wenige, die wir uns und unseren Lesern freilich gerne erspart hätten. So berichteten wir schon Mitte Jänner vom „Aufstand gegen den Endlos-Lockdown“. Er sollte danach noch viele Wochen dauern. Heiß wurde über „Das EU-Versagen beim Impfstoff“ Ende Jänner diskutiert, weil Österreich viel weniger Dosen als gewünscht geliefert bekam. Wie wir wissen: Längst haben wir viel mehr Dosen als Impfungen. Anfang April versprach der damalige Bundeskanzler Kurz: „In 100 Tagen sind alle geimpft“. Heute, 271 Tage später, haben wir gerade einmal mühsam eine Impfquote von 70,7 Prozent erreicht - einer der schlechtesten Werte in Europa. Nach sommerlicher Corona-Entspannung ging es „Planlos in den Corona-Herbst“ (August). Die Stimmung wurde immer aufgeladener. Die „Krone“ titelte unter anderem: „Politik hinkt Virus ständig hinterher“ (11. 9.) oder am 16. 9. „Schafft endlich klare Regeln!“ - tja: siehe oben… Am 20. November zu Beginn des 4. Lockdowns forderten wir: „Das muss jetzt das allerletzte Mal sein!“ Aber gab es nicht auch andere Themen? Doch! „Kanzler 5 Stunden von Richter befragt“ am 23. 9. und wenig später der echte Anfang vom Ende von Sebastian Kurz: „Razzia im Kanzleramt“ (7. 10.), „Kurz wackelt und pokert“ (8. 10.) und schon am übernächsten Tag: „Kurz mal weg“ (10. 10.). Am 11. Oktober fragten wir uns zum neuen Duo Schallenberg/Kogler: „Kann das gut gehen?“ Nein, konnte es nicht. Und so hieß es am 3. Dezember: „Kurz-Schluss in der ÖVP“. Gar keine Frohbotschaften im heute zu Ende gehenden Jahr? Doch, die lieferte zum Glück vor allem der Sport. Etwa mit einer für Österreich erfreulichen Fußball-EURO und Sommer-Olympia-Gold für Radlerin Kiesenhofer. Sport-Erfolge wünschen wir uns auch 2022. Aber auch mehr positive Schlagzeilen!

In diesem Sinne: Guten Rutsch in das Jahr 2022! 

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

Mehr Nachrichten

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 22. Jänner 2022
Wetter Symbol