27.11.2021 08:04 |

Vor Hit in Lake Louise

Kriechmayr: „Gebt den Pflegekräften mehr Geld!“

Wer sich in einem hauchdünnen Rennanzug mit weit über 100 km/h am schnellsten die Abfahrtspiste von Lake Louise runterstürzt, bekommt 45.000 Schweizer Franken. In Kitzbühel werden es über 100.000 sein. Genug? „Ja“, denkt Weltmeister Vincent Kriechmayr und fügt hinzu: „Gebt den Pflegekräften mehr Geld.“

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Bei der PGA Championship der Golfprofis wurden heuer insgesamt zwölf Millionen Dollar Preisgeld ausgeschüttet, Sieger Phil Mickelson kassierte 2,16 Millionen Dollar. Im Tennis hat Novak Djokovic als Nummer eins heuer über neun Millionen Dollar nur an Preisgeld gewinnen können. Und im Fußball wird Cristiano Ronaldo ein Jahreseinkommen von 125 Millionen US-Dollar nachgesagt.

Im Vergleich dazu sind die Verdienstmöglichkeiten auf den zwei Brettern, die in Österreich die Welt bedeuten, wahrlich nur Peanuts. Auch wenn das Hahnenkammrennen mit der Ankündigung, die drei Kitzbühel-Rennen im Jänner mit einer Gesamtsumme von einer Million Euro zu dotieren, eine neue Einkommens-Dimension beschritten hat. Der Streif-Sieger bekommt 100.000 Euro.

Die Schweizerin Lara Gut-Behrami war im vergangenen Winter mit 485.091 Schweizer Franken die Bestverdienerin, bei den Herren führte Alexis Pinturault die Rangliste mit 370.064 Franken an. Brutto. „Viel Geld“, sagt Vincent Kriechmayr. Und will die Vergleiche mit Golf, Tennis und Fußball gar nicht hören: „Wir müssen so ehrlich sein, dass Skifahren eben keine Weltsportart ist. Und so gesehen können wir schon relativ viel Geld verdienen“, will der Doppelweltmeister von Cortina in das Jammern über zu geringes Preisgeld beim Ski nicht einstimmen.

889.600 Euro für 18 Siege
Wer in diesem Winter das Unmögliche schaffen würde, alle 18 Herren-Speedrennen zu gewinnen, würde dafür mit 889.600 Euro Preisgeld entlohnt werden. „Passt“, nickt Kriechmayr, „ich bin ohnehin der Meinung, es wäre besser, die Pflegekräfte besser zu bezahlen als das Geld in Spitzensportler zu stecken.“

Georg Fraisl
Georg Fraisl
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