19.11.2021 14:43 |

Ab Mitte 2022

Zeltweg erhält Frauen-, Liezen eine Kinderambulanz

Zwei medizinische Versorgungslücken in der Obersteiermark werden geschlossen: Die Frauenarzt-Ambulanz im Murtal übersiedelt Mitte 2022 vom LKH Judenburg nach Zeltweg, zur selben Zeit wird in Liezen eine Kinderarzt-Ambulanz eröffnet. Bei einer großen Gesundheitssitzung am Freitag erfolgte das grüne Licht.

Ein einziger Kassen-Gynäkologe für 50.000 Frauen: So dramatisch war jahrelang die Lage in der Region Murau-Murtal. Weil die offenen Stellen einfach nicht zu besetzen waren, wurde Anfang des Jahres im LKH Judenburg eine gynäkologische Ambulanz eröffnet. 

Mitte des nächsten Jahres wird sie siedeln - und zwar in ein speziell dafür adaptiertes Gebäude in Zeltweg, das durch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Form einer dislozierten Anstaltsambulanz betrieben wird. Die Kosten für Bau und Einrichtung übernimmt das Land, die Aufwendungen für die medizinisch-technischen Ausstattungen sowie den Betrieb die Krankenversicherungsträger. Die Öffnungszeiten werden anfangs 22 bis 25 Stunden pro Woche betragen. Zusätzlich ist eine kinderärztliche Versorgung in Zeltweg geplant.

Neue Kinderambulanz in Liezen
Lange und erfolglos ist auch die Suche nach einem neuen Kinderarzt in Liezen. Doktor Hans Stebenegg kehrte Anfang des Jahres sogar aus der Pension zurück, um sich um die kleinen Patienten zu kümmern. Und er wird noch bis Mitte 2022 bleiben - dann allerdings eröffnete eine ausgelagerte Ambulanz der Kages am Standort „Dumbapark“

Das Land und die Stadt Liezen übernehmen die Kosten für die baulichen Adaptierungen sowie die Einrichtung, die Aufwendungen für die medizinsch-technischen Ausstattungen sowie den Betrieb tragen wieder die Krankenversicherungsträger. Auch hier sind Öffnungszeiten von 22 bis 25 Stunden pro Woche geplant. Die Kassenstelle in Gröbming bleibt erhalten. Es werden auch Kinderärzte gesucht, die Stebenegg bis Juni 2022 unterstützen.

Eine Premiere in Österreich
Erfreut über diese Neuerungen zeigt sich Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Erstmals in Österreich ist es gelungen, eine verbesserte Versorgung der Bevölkerung durch von der Sozialversicherung finanzierte Frauen- und Kinderambulanzen sicherzustellen. Ich möchte auch speziell der KAGes danken, die bei der Versorgung immer wieder Lücken, wie zuletzt im Murtal, schließt.“

Von
Jakob Traby
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