„Non-Fungible Animals“

WWF will mit Krypto-Kunst bedrohte Arten retten

Web
20.10.2021 07:58

Die Naturschutzorganisation WWF will den Hype um virtuelle Kunst und die digitalen Echtheitszertifikate NFT nutzen, um auf die Lage bedrohter Tierarten aufmerksam zu machen. Dafür verkauft der WWF die Werke von zehn Künstlern, die sich mit bedrohten Tierarten wie den Berggorillas oder den Vaquita-Walen beschäftigen. Die Anzahl der Werke ist dabei jeweils auf die genaue Anzahl der noch lebenden Exemplare der dargestellten Tierart limitiert. Die Erlöse aus der Kampagne „Non-Fungible Animals“ sollen WWF-Projekten zum Schutz gefährdeter Tierarten zugutekommen.

Technisch beruht die Aktion auf den sogenannten NFT (Non-Fungible Token) - eine Art digitaler Echtheitszertifikate: Es kann zwar beliebig viele identische Kopien des Bilder und Videos geben, der WWF gibt aber nur eine begrenzte Anzahl der NFT heraus. Das sind dann die „Non-Fungible Animals“ (NFA), die als Originale aus der Serie gelten. Aus 290 noch lebenden Riesen-Ibissen werden beispielsweise 290 NFAs des Berliner Künstlers Vinzent Britz.

„So verkörpert jedes einzelne Kunstwerk ein individuelles Tier, auf dessen Bedrohung durch NFAs aufmerksam gemacht werden soll“, sagte Eberhard Brandes, Chef von WWF Deutschland. „Als WWF haben wir eine tragende Rolle im Bereich der gesellschaftlichen Aufklärung. Wir möchten aufzeigen, wie nah wir am unwiderruflichen Aussterben verschiedener Arten auf diesem Planeten sind.“ Die NFA-Kampagne werde dazu beitragen, die weltweiten WWF-Projekte für diese bedrohten Tiere zu unterstützen und sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu erhalten.

„Grüne“ Blockchain
An der WWF-Aktion, die am 2. November im Web unter wwf.de/nfa beginnt, beteiligen sich unter anderem die Künstlerinnen und Kunstler Anna Rupprecht, Freehand Profit, Eric Peters, Lea Fricke und Romulo Kuranyi. Sie beschäftigen sich mit bedrohten Tierarten wie Berggorilla, Amur Tiger, Cross-River-Gorilla, Vaquita-Wal, Großer Panda, Riesen-Ibis, Buschmannhase und Ostsee-Schweinswal. Das Projekt nutzt die Blockchain-Technik Polygon, die als „grüne“, umweltfreundliche Blockchain gilt, weil sie im Vergleich etwa zur Validierungskette der Digitalwährung Bitcoin nur einen winzigen Bruchteil des Energiebedarfs hat.

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