12.09.2021 13:00 |

Salzburg

Buhlen um Flughafen-Chefsessel beginnt

Am Salzburger Flughafen werden die Karten neu gemischt: Der Geschäftsführer-Posten für die Salzburger Flughafen GmbH wurde nun vorzeitig neu ausgeschrieben – schon am 15. Oktober endet die Bewerberfrist. Airport-Chefin Bettina Ganghofer will sich erneut bewerben. Die Politik hält sich indes recht bedeckt.

„Um die Stabilität bei der Weiterentwicklung des Salzburger Flughafens zu gewährleisten“, wird „die Position des Geschäftsführers vorzeitig ausgeschrieben.“ Diese Zeile eines Inserates der Iro & Partners Personal- u. Managementberatungs-GmbH lässt hellhörig werden. Die Personalberater suchen für den Salzburg Airport – der im Eigentum von Stadt und Land steht (75 Prozent Land; 25 Prozent Stadt) – einen neuen Geschäftsführer. Und das, obwohl der Fünf-Jahres-Vertrag von Flughafen-Chefin Bettina Ganghofer noch ein Jahr läuft. Die Eigentümer haben aus gutem Grund die Stelle vorzeitig ausgeschrieben, sagt Aufsichtsratschef Christian Stöckl (ÖVP).

„Das ist ein ganz normaler Vorgang, wir wollen Kontinuität am Flughafen“, so Stöckl. Deshalb habe man sich entschieden, frühzeitig nach einem neuen Chef zu suchen. Schon am 15. Oktober endet die Bewerberfrist. Bereits im November soll feststehen, wer künftig den Airport leitet. Denn die Eigentümer haben es eilig: Der Flughafen kämpft nicht nur mit herben Corona-Einbußen. Bis Ende 2030 müssen zudem rund 193, 5 Millionen Euro investiert werden, um auch künftig die Auflagen zu erfüllen. Der künftige Chef solle aufbauend auf den bereits erfolgten Vorarbeiten das Projekt umsetzen, so Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) – die Zeit dränge. „Ganghofer hat es in der Krise mit der Kurzarbeit einigermaßen hinbekommen. Wir hoffen, dass wir Hilfen von Seiten des Bundes bekommen“, sagt Preuner. Landesvize Stöckl will Ganghofers Arbeit wegen des laufenden Bewerberverfahrens nicht kommentieren. Aber: Er sei zufrieden.

Ganghofer will sich erneut für Job bewerben
Zufrieden dürfte auch Ganghofer selbst sein – sie bewirbt sich wieder. „Ich bin froh, dass vorzeitig ausgeschrieben wird. Das ist ein Zeichen von Stabilität und Planungssicherheit“, so die Airport-Chefin. Sie will in den kommenden Tagen ihre Bewerbung abgeben. „Ich würde gern hier bleiben und wieder Verantwortung ausüben“, sagt sie.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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