26.07.2021 10:40 |

Olympia-Skandal

Tokio: Nächster Rücktritt vor Kampf gegen Israeli

Der nächste Judoka, der in der -73-Kilogramm-Kategorie gegen den Israeli Tohar Butbul hätte kämpfen müssen, ist zurückgetreten. Die Gründe für das Fernbleiben des Sudaners Mohamed Abdalrasool sind noch unbekannt. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei aber wieder um ein politisches Statement.

Wie krone.at bereits berichtete, entschied sich schon in der ersten Runde der Algerier Fethi Nourine, nicht gegen den Israeli Butbul anzutreten. „Ich mache mir die Hände nicht schmutzig“, soll er gesagt haben. Es gehe ihm um das Schicksal Palästinas. Sein Trainer soll ihn in der Entscheidung bekräftigt haben.

Butbul hätte unter den besten 32 gegen Abdulrasul antreten sollen. Der Sudaner erschien beim Wiegen, den Schritt auf die Matte wagte er aber nicht mehr. Weder der internationale Verband IJF noch das Sudanesische Olympische Komitee teilte mit der Öffentlichkeit mit, aus welchem Grund Abdulrasul beim Kampf gefehlt hatte.

Butbul schlug Victor Sterpu aus Moldawien bei seinem ersten Auftritt, seinen nächsten Kampf verlor er aber gegen den Koreaner Tschangrin An und muss nun in die Hoffnungsrunde.

Iran gesperrt
Vor allem bei Kampfsportarten kommt es oft vor, dass viele Länder, die sich offiziell zum Islam bekennen, ihre Sportler nicht gegen israelische Gegner antreten lassen. Der Iran wurde aus diesem Grund vom IJF für vier Jahre gesperrt.

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