06.06.2021 11:01 |

French Open

Aufgabe? Federer „weiß nicht, ob ich weiterspiele“

Bangen um Roger Federer! Der Schweizer Tennis-Superstar überlegt, bei den French Open aufzugeben. „Ich weiß nicht, ob ich weiterspiele“, sagte er nach seinem Drittrunden-Krimi.

Erst um 0.43 Uhr hatte Roger Federer alles klargemacht. In einem „Tiebreak-Festival“ setzte sich der Maestro in der dritten Roland-Garros-Runde gegen den Deutschen Dominik Koepfer durch. 7:6, 6:7, 7:6, 7:5 hieß es am Ende - ein Pyrrhussieg für den Schweizer, den seit Monaten Knieprobleme plagen. Die Verschleißerscheinungen sind offenbar nicht zu leugnen. Federer lässt einen Start im Achtelfinale offen. Dort würde der Italiener Matteo Berrettini. Ob es zu dem Duell kommt, ist allerdings alles andere denn in Stein gemeißelt.

Federer stellte sich viel mehr öffentlich die Frage: „Ist es zu riskant, das Knie hohen Belastungen auszusetzen? Ist es womöglich ein guter Zeitpunkt, um eine Ruhepause einzulegen?“

Obligate Pause fehlt
Zudem habe er zwischen Paris und Halle nicht die übliche Woche Pause. Man müsse sehen, was das Beste ist, wenn man auch Wimbledon mit in Betracht ziehe. Und schließlich sei es egal ob Genf oder Paris: „Ich muss sehen, wie ich aufwache und wie es meinem Knie am nächsten Morgen geht.“

Federer spielt ja sein erstes Major-Turnier seit den Australian Open 2020 und musste sich danach zwei Operationen am Knie unterziehen. Er hatte vor Paris nur drei Matches gespielt.

Federer hat drei Siege „nicht erwartet“
Der Sieg in so einem langen Match nach seiner langen Auszeit war für Federer aber „sehr wichtig“. „Ich habe nicht erwartet, dass ich hier drei Matches gewinne und auch die gute Performance gegen (Marin) Cilic zu bestätigen.“ Zudem seien die Umstände vor leerer Tribüne freilich ganz andere gewesen. „Es stört mich wohl weniger, weil ich sehr fokussiert auch ins Training gehe. Als jüngerer Spieler habe ich das Training nicht gemocht und es drehte sich alles um Matches und Atmosphäre. Es war schwierig für mich. Das erste Mal ohne Fans in einer sehr langen Zeit, oder überhaupt in meiner Karriere. Es war sehr einzigartig auf viele Arten.“

Ein Fünf-Satz-Match nun auch in Paris erst um 21.00 Uhr Ortszeit zu beginnen, gehöre zum Business dazu, aber. „Eine Sache ist klar: Tag und Nacht macht auf Sand einen riesigen Unterschied, das kann man gar nicht vergleichen. Auf Hartplatz sind die Bedingungen noch sehr ähnlich.“

Gute Bilanz gegen Berrettini
Geht es für Federer in Paris doch weiter, dann trifft der Schweizer zum dritten Mal auf Berrettini. Die bisherigen zwei Duelle hat Federer jeweils 2019 im Wimbledon-Achtelfinale und bei den ATP Finals in London ohne Satzverlust gewonnen. Auf Sand wird die Begegnung der Nummer 8 Federer gegen die Nummer 9 Berrettini aber weit offener erwartet.

krone Sport
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