01.06.2021 12:10 |

Moderner Klassiker

Porsche 911 mit E-Motor klingt wie ein Verbrenner

Dieser Porsche 911 sieht aus wie ein Verbrenner und klingt auch wie ein Verbrenner, zumindest innen. Doch in Wahrheit steckt unter der runderneuerten Außenhaut des Signature-Elfers ein E-Antrieb.

Renovieren, modernisieren, elektrifizieren - in Großbritannien gibt es eine Reihe von Firmen, die sich auf eine oder mehrere dieser Maßnahmen für ältere Autos spezialisiert haben. Alles aus einer Hand liefert die Firma Everrati, die ziemlich alte Porsche 911 aufwendig restauriert und gleich noch mit E-Antrieb ausstattet. Letzteres bleibt der Außenwelt allerdings verborgen, wie das jüngste Umbauprogramm eines Elfers der Reihe 964 zeigt.

Basis für das Projekt war ein Porsche 911 aus dem Jahr 1991, der vollständig entkernt und nach intensiver Rostschutzbehandlung neu aufgebaut wurde. Dabei kamen neugefertigte Karosserieteile aus Carbon zum Einsatz, die dem Fahrzeug einerseits seinen klassischen Look lassen und zugleich noch etwas mehr Breitbau-Optik verleihen.

Viel Leistung, wenig Reichweite
Statt eines luftgekühlten Sechszylinders hat Everrati einen 372 kW/506 PS starken E-Motor sowie ein 53 kWh großes Batteriepaket implantiert. Der Sprint auf 100 km/h soll weniger als vier Sekunden dauern. Als Reichweite geben die Engländer über 240 Kilometer an. Moderne Fahrwerkskomponenten sowie ein dezent modernisierter Innenraum runden die Maßnahmen ab.

Etwas verwirren könnte der Blick auf das Heck des Everrati-Umbaus, denn die zwei mittigen Auspuffendrohre deuten eigentlich auf einen klassischen Verbrenner hin. Doch die Endrohre sind nur Attrappe und ein dazu passender Motorsound liefern im Fahrzeug eingebaute Lautsprecher. Den künstlich erzeugten Verbrenner-Klang kann der Fahrer mit einer Smartphone-App nach seinem Geschmack modifizieren.

Everrati will weitere elektrifizierte Breitbau-964-Elfer für zahlungskräftige Kunden in Kleinserie bauen. Das neue Umbauprogramm namens „Signature“ kostet inklusive Altfahrzeug an die 300.000 Euro plus Steuern.

SPX

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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