02.04.2021 15:33 |

Appell am Karfreitag

Anschober: Fünf Punkte für ein sicheres Osterfest

Mit einem Fünf-Punkte-Appell für ein sicheres Osterfest hat sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag einmal mehr an die Öffentlichkeit gewandt. Jeder könne in dieser „gefährlichsten Phase der Pandemie“ Teil der Lösung sein. Ganz Europa befinde sich in der dritten Corona-Welle, fast überall werde es eng mit den Behandlungskapazitäten für Schwerkranke - „auch bei uns in Österreich“. Die Intensivstationen in Ostösterreich seien bereits dramatisch belastet - großteils deutlich stärker als im Krisenherbst des Vorjahres. Es brauche jetzt eine zweiwöchige Notbremse, dann schaffe man noch eine rechtzeitige Entlastung.

Die fünf Punkte, die Anschober der Bevölkerung am Karfreitag mit auf den Weg gibt:

  • Die Osterruhe in Ostösterreich „konsequent einhalten“. Die ersten Berichte seien „sehr ermutigend und positiv - ein erstes großes Danke an die Bevölkerung!“
  • Auch in den restlichen Bundesländern „die Kontakte in den nächsten Tagen drastisch verringern, die nächtliche Ausgangsregelung einhalten, Mindestabstand, FFP2-Maske und Testen konsequent umsetzen und in den Risikobezirken mit einer Inzidenz über 400 die Zusatzmaßnahmen konsequent verwirklichen“.
  • „Auf Osterreisen verzichten!“
  • Riskante Sportarten und Risikoverhalten im Autoverkehr vermeiden - „auch so können wir die Intensivabteilungen schützen“.
  • Die österlichen Kontakte „möglichst auf Skype, Video und Telefon verlegen“.

Nächster Groß-Gipfel am Dienstag
Unmittelbar nach Ostern geht es dann mit dem nächsten großen Corona-Gipfel weiter. Das Prozedere ist bekannt: Zunächst berät die Regierung mit Experten, dann werden die Oppositionschefs zugeschaltet, schließlich sind die Landeshauptleute im Kanzleramt zu Gast. Ein bundesweiter Lockdown dürfte kein Thema sein, vor allem die ÖVP setzt derzeit auf regionale Maßnahmen. Größere Restriktionen gelten zu Ostern bekanntlich nur in der Ostregion, in den anderen Ländern gab es zuletzt kaum Bereitschaft dafür. Allerdings prognostiziert die Ampelkommission auch außerhalb der Ostregion einen weiteren Anstieg der Zahlen, speziell in Oberösterreich.

Beraten wird am Dienstag auch, inwieweit die östlichen Bundesländer, die zunehmend Probleme auf den Intensivstationen bekommen, unterstützt werden können. Angedacht ist Hilfe aus den benachbarten Ländern Steiermark und Oberösterreich, aber auch aus Kärnten. Analysiert werden soll bei dem Treffen auch der Impffortschritt.

Andreas Barth
Andreas Barth
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