22.03.2021 15:04 |

Nach Renn-Abbruch

Gut-Behrami: „Es war mir lieber, abzuschwingen“

Es war das Gesprächsthema beim Weltcup-Finale in Lenzerheide am Sonntag! Lara Gut-Behrami hatte ihre Fahrt beim letzten Riesentorlauf der Saison nach wenigen Toren einfach abgebrochen - und das, ohne ersichtlichen Grund. Auch Interviews gab die Schweizerin dazu keine. Erst nach der Siegerehrung für die Gesamtweltcup-Zweite sprach die Doppel-Weltmeisterin wieder, erklärte: „Das letzte Mal, als ich es mit der Brechstange probierte, riss ich mir das Kreuzband. Deshalb war es mir lieber beim dritten Tor abzuschwingen.“

War es eine Verletzung, ein stiller Protest gegen den Weltcup-Zirkus, oder doch gegen den Veranstalter des Finales in Lenzerheide? Immerhin hatte Gut-Behrami wegen der vielen Absagen zuvor harte Kritik geäußert. Ja, die Spekulationen waren nach ihrem überraschenden Ausscheiden beim RTL am Sonntag groß. Auch, weil die 29-jährige Schweizerin lange zum Vorfall geschwiegen hat. 

„Ich habe so was noch nie gesehen“
ARD-Experte Felix Neureuther sagte in seiner Analyse: „Ich habe so was noch nie gesehen. Entweder war das Arbeitsverweigerung, ein Protest oder sie hatte einfach keine Lust mehr.“ Angeblich war nichts davon der Fall. Denn am Abend folgte dann doch noch eine kurze Erklärung. Gut-Behrami fühlte sich einfach „müde und ausgelaugt“. Das berichtete Alpin-Direktor Walter Reusser im „Blick“.

Gut-Behrami habe keine Interviews geben wollen, weil sie selbst enttäuscht war, dass sie die Spannung am letzten Renntag des Winters nicht mehr aufbringen konnte. Lara hat sich seriös aufgewärmt, aber danach gemerkt, dass der Fokus nicht mehr voll da ist. Im Starthaus hatte sie ein ungutes Gefühl, das sich dann auf der Piste bestätigt hat. Es ist in solchen Situationen nicht einfach, die richtigen Worte zu finden“, wird Reusser im Schweizer Blatt zitiert.

„Chaos tut mir leid“
Immerhin: Gut-Behrami sah ein, dass es besser gewesen wäre, sich sofort zu erklären. „Es tut mir leid, dass ein riesiges Chaos entstanden ist und es so viele Diskussionen gab. Ich habe es versucht, aber es ging nicht. Diese Piste ist schwierig. Da brauchst du Spannung, Vertrauen und Energie. Das letzte Mal, als ich es mit der Brechstange probierte, riss ich mir das Kreuzband. Deshalb war es mir lieber beim dritten Tor abzuschwingen.“ 

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