10.03.2021 10:25 |

Zugriff öffentlich

Hacker zapften 150.000 Überwachungskameras an

Hacker haben 150.000 Überwachungskameras einer US-Firma unter anderem in Krankenhäusern, Gefängnissen, Schulen und Polizeirevieren angezapft. Betroffen waren auch Unternehmen wie der Elektroauto-Hersteller Tesla und die IT-Sicherheitsfirma Cloudflare.

Wie Bloomberg in der Nacht auf Mittwoch berichtete, demonstrierten die Hacker Aufnahmen aus einem Polizeirevier im US-Bundesstaat Massachusetts, einem Gefängnis in Alabama und einem Krankenhaus in Florida. In dem Gefängnis sei es ihnen gelungen, 330 Kameras anzuzapfen. Bei Tesla seien es 222 Kameras gewesen. Demnach führten die Hacker dem Finanzdienst Aufnahmen vom Standort des Elektroautopioniers in Shanghai vor.

Sie hätten sich auch Zugang zum Videoarchiv der Kunden des kalifornischen Start-ups Verkada verschafft, von dem die Kameras stammen. Dass gespeicherte interne Aufnahmen nicht ausschließlich für das Unternehmen oder die Einrichtung selbst zugänglich sind, ist eher ungewöhnlich.

Verkada teilte Bloomberg in einer ersten Reaktion mit, man untersuche „das Ausmaß des potenziellen Problems“. Es passiert zwar immer wieder, dass Bilder von günstigen Sicherheitskameras für den Haushalt abgegriffen werden - vor allem, wenn die Nutzer nicht die voreingestellten Standard-Passwörter der Geräte ersetzen. Dass eine Firma mit großen Kunden gehackt wurde, die speziell mit mehr Sicherheit durch Gesichtserkennung warb, ist dagegen außergewöhnlich.

Die Hacker fanden nach eigenen Angaben Zugangsdaten für einen Administrator-Account mit weitreichendem Zugriff öffentlich erreichbar im Internet. Als „Super-Administrator“ habe man eine Vielzahl von Kameras anzapfen können. Den Zugang verloren sie erst, nachdem Bloomberg eine Anfrage bei Verkada zu dem Thema gestellt hatte.

Quelle: APA/dpa

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