06.03.2021 06:01 |

Anträge abgelehnt

Spuck-Attacken: Gewerkschaft fordert Zulagen

Entsetzt zeigt sich Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) ob des aktuellen Negativ-Phänomens von Spuck-Attacken auf Uniformierte. Und erntet dafür auch gleich Kritik vonseiten der sozialdemokratischen Gewerkschaft: „Wir brauchen keine leeren Phrasen - die Polizisten brauchen endlich Unterstützung!“

Insgesamt 52 Uniformierte gerieten seit Pandemie-Ausbruch ins Visier von widerwärtigen Spuckattacken - eine nicht weniger ekelhafte wie traurige Statistik.

Ein internationales Phänomen, das dem FSG-Gewerkschafter Hermann Greylinger nicht neu ist: „Wir haben diesbezüglich vor Längerem bereits mehrere Anträge gestellt. Unter anderem, dass eine Dienstunfähigkeit infolge einer Covid-Ansteckung auch als Dienstunfall gewertet wird. So könnten sich die Beamten zum Beispiel die Rezeptgebühren sparen.“

„Sämtliche Anträge abgelehnt“
Womit man aber nur auf taube Ohren gestoßen sei. „Wie auch hinsichtlich von Gefahren- und Infektionszulagen. Sämtliche Anträge wurden abgelehnt. Wir müssen die Beamten auch vor etwaigen Folgewirkungen schützen“, fordert Greylinger.

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Der Dienstgeber muss endlich reagieren! Phrasen sind zu wenig - die Polizisten brauchen die Sicherheit und den Schutz, den sie verdienen.

Hermann Greylinger, Vorsitzender der FSG-Polizeigewerkschaft

Im Innenministerium stellt man jedoch klar: „Ist ein Exekutivbediensteter einer Covid-Attacke ausgesetzt, ist dieser Angriff eine Körperverletzung und somit selbstverständlich ein Dienstunfall. Alle Gebühren werden weiter bezahlt.“

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