eBay-User im Visier

Windows-Key zum Spottpreis: Brief vom Staatsanwalt

Digital
02.03.2021 12:45

Käufer verdächtig günstiger Lizenzschlüssel für das Betriebssystem Microsoft Windows erhalten in Deutschland dieser Tage Post von der Staatsanwaltschaft. In dem Schreiben werden sie aufgefordert, zwecks Aussage bei der Polizei vorstellig zu werden.

Das berichtet das Newsportal Tarnkappe.info unter Berufung auf Betroffene. Diese erzählen, eine Vorladung der Staatsanwaltschaft erhalten zu haben und zur Aussage auf die nächste Polizeidienststelle gebeten worden zu sein. Kurioserweise sollen die zugrundeliegenden Käufe auf eBay teilweise mehr als zehn Jahre zurückliegen.

Gegen die Käufer der verdächtig günstigen Windows-Keys auf eBay werden in dem Schreiben schwere Vorwürfe erhoben. (Bild: stock.adobe.com)
Gegen die Käufer der verdächtig günstigen Windows-Keys auf eBay werden in dem Schreiben schwere Vorwürfe erhoben.

Geldwäsche- und Piraterievorwürfe
In den Schreiben werden schwere Vorwürfe gegen die Käufer der Windows-Keys erhoben. Es bestehe der Verdacht „leichtfertiger Geldwäsche“ und „strafbarer Urheberrechtsverletzungen“, heißt es im Schreiben. Die Käufer hätten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wissen müssen, dass ein Windows-Key zum Schleuderpreis einen Haken haben musste.

Anwalt warnt vor voreiliger Aussage
Der auf solche Fälle spezialisierte Rechtsanwalt Tobias Kläner warnt Empfänger solcher Schreiben vor unbedachten Aussagen bei der Polizei. Wer einen Billigst-Key erworben und für eine Windows-Installation verwendet habe, sollte dies nicht bestätigen, um sich nicht selbst zu belasten.

Kläner: „Wer freiwillig einräumt, Windows 10 mit der erworbenen Lizenz auf seinem Rechner installiert zu haben, der hat den objektiven Tatbestand einer Urheberrechtsverletzung nach § 106 UrhG bereits gestanden und ist der Falle der Ermittler aufgesessen.“

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