MagSafe-Interferenzen

iPhone 12: Apple warnt User mit Herzschrittmacher

Digital
26.01.2021 06:01

Der US-Computerkonzern Apple warnt in einem Support-Dokument davor, sein aktuelles iPhone 12 in der Brusttasche zu tragen, wenn man einen Herzschrittmacher hat. Der Magnetanschluss „Magsafe“, der das Handy beim kabellosen Laden in Position halten soll, könne medizinische Geräte wie Herzschrittmacher stören.

In dem Apple-Dokument, aus dem „MacRumors“ zitiert, heißt es: „Medizinische Geräte wie implantierte Herzschrittmacher oder Defibrillatoren können Sensoren enthalten, die auf Magneten und Funk im Nahbereich reagieren können. Um jegliche mögliche Interaktion zwischen den Geräten zu vermeiden, sollten Sie Ihr iPhone und das MagSafe-Zubehör in sicherer Distanz von dem Gerät nutzen“. Als sichere Distanz werden 15 Zentimeter genannt, wenn das iPhone nicht geladen wird. Wird es gerade kabellos geladen, rät Apple zu einer Distanz von 30 Zentimetern.

Apple betont, dass man nicht davon ausgehe, dass die magnetischen Interferenzen des iPhone 12 ein größeres Risiko für Schrittmacherpatienten darstellen als frühere iPhones. Dennoch empfiehlt man den Kunden, auch MagSafe-Zubehör nicht zu nah am Körper zu tragen. Auch dieses enthalte Magneten und erzeuge elektromagnetische Felder, die andere Geräte beeinträchtigen können, warnt Apple.

Der Magnetring "MagSafe" an der Geräterückseite hält das iPhone 12 beim kabellosen Laden in Position. Er kann aber auch Geräte wie Herzschrittmacher stören, wenn sie ihm zu nah kommen, wird gewarnt. (Bild: Apple)
Der Magnetring "MagSafe" an der Geräterückseite hält das iPhone 12 beim kabellosen Laden in Position. Er kann aber auch Geräte wie Herzschrittmacher stören, wenn sie ihm zu nah kommen, wird gewarnt.

Apple reagiert mit der Warnung auf einen Bericht im kardiologischen Fachmagazin „Heart Rhythm Journal“. Darin warnten Ärzte vor einem „wichtigen Problem der öffentlichen Gesundheit im Bezug auf das iPhone 12“. Dieses könne, insbesondere wenn es in der Brusttasche getragen werde, die Funktion möglicherweise lebensrettender Therapien beeinträchtigen. „Hersteller medizinischer Geräte und Chirurgen, die diese implantieren, sollten wachsam sein und Patienten auf diese signifikante Interaktion des iPhone 12 und anderer intelligenter Wearables mit ihrem implantierbaren kardiologischen Gerät aufmerksam machen.“

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