20.01.2021 08:11 |

„Erschütternde“ Pläne

Auch in Österreich: IBM baut weiter Stellen ab

Im Zuge des geplanten Stellenabbaus beim IT-Konzern IBM droht nach Angaben der deutschen Gewerkschaft Verdi nun zahlreichen Mitarbeitern die Kündigung. Bis zu 1000 Beschäftigte könnten betroffen sein, teilte Verdi am Dienstag mit. Darüber seien die Betriebsratsgremien informiert worden. Man sei „erschüttert“ über die Pläne, hieß es. „Wir protestieren gegen Kündigungen und fordern IBM auf, die Pläne nicht umzusetzen.“

„Unsere Personalentscheidungen werden getroffen, um unsere Kunden auf ihrem Weg zur Einführung einer offenen Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeit bestmöglich zu unterstützen“, hieß es in einem Statement von IBM. „Außerdem investieren wir neu in unser Geschäft. Wir werden auch weiterhin signifikante Investitionen in Aus- und Weiterbildung der Kenntnisse von IBMern vornehmen, um den Anforderungen unserer Kunden besser gerecht zu werden.“

Früheren Verdi-Angaben zufolge will IBM in Deutschland rund 2300 Arbeitsplätze streichen. Gut 1200 Mitarbeiter hätten ein Aufhebungsangebot des Konzerns angenommen. Der Konzern streicht seit Jahren in Deutschland Stellen und wird derzeit umfassend umgebaut.

Bis zu 200 Mitarbeiter in Österreich vor Job-Verlust
Auch in Österreich soll es zum Stellenabbau kommen, ein betroffener Mitarbeiter sprach in der Vorwoche von bis zu 200 Jobs, die noch im Jänner gestrichen würden. Vom Unternehmen wurde diese Angabe auf Anfrage nicht in Abrede gestellt. Zuletzt hatte die Firma hierzulande noch rund 740 Mitarbeiter. 2010 waren es noch fast 1800 gewesen, geht aus dem Wirtschafts-Compass hervor. Der Umsatz blieb über die diesen Zeitraum nahezu stabil bei rund 400 Millionen Euro.

In einer E-Mail von IBM, die laut Angaben des einen betroffenen Dienstnehmers an alle Betroffenen ergangen ist, heißt es wörtlich: „Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Arbeitsplatz von der wirtschaftlich notwendigen betrieblichen Umstrukturierung betroffen ist und daher wegfallen wird.“ Das Dienstverhältnis werde unter Einhaltung aller Fristen aufgelöst. „Entsprechend den Bestimmungen des abgeschossenen und bereits Mitte Dezember kundgemachten Sozialplans bieten wir Ihnen zugleich an, das Dienstverhältnis (....) zu Bedingungen des Sozialplans einvernehmlich aufzulösen.“ Leistungen aus dem Sozialplan gebe es nur durch die einvernehmliche Auflösung.

Der Sitz von IBM Österreich liegt in Wien im Bezirk Leopoldstadt. Weitere Niederlassungen gibt es in Salzburg, Linz, Graz, Klagenfurt und Wattens (Tirol).

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 26. Februar 2021
Wetter Symbol