Fleisch-Skandal

Betriebsleiter von Schlachthof muss vor Gericht

Steiermark
02.01.2021 12:33

Ein 56-jähriger Betriebsleiter eines Schlachthofes in der Südsteiermark muss sich ab 12. Februar vor dem Landesgericht für Strafsachen Graz verantworten. In dem Betrieb soll genussuntaugliches Fleisch verarbeitet worden sein. Dem Mann wird unter anderem gewerbsmäßig schwerer Betrug vorgeworfen.

Im Oktober 2019 war es zu einer Razzia in dem Schlachthof gekommen. Der Vorwurf: Genussuntaugliches Fleisch, das eigentlich zur Tierkörperverwertung gehört hätte, soll verarbeitet worden sein. Vor einem Schlachtvorgang werden sowohl die lebenden Tiere untersucht, als auch das Fleisch nach der Schlachtung begutachtet. Einige der Schlachtkörper wurden in dem steirischen Schlachthof - wie im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz normiert - auf Anordnung der Veterinärbehörde ausgesondert und separat gelagert. Sie sollten eigentlich entsorgt werden - doch es bestand der Verdacht, dass auch solche ausgesonderten Fleischteile vom Schlachtbetrieb verarbeitet wurden.

Mag. Barbara Schwarz, Mediensprecherin des Landesgerichts für Strafsachen Graz (Bild: Jürgen Radspieler)
Mag. Barbara Schwarz, Mediensprecherin des Landesgerichts für Strafsachen Graz

Prozessstart am 12. Februar
Neben dem Betrug werden dem Betriebsleiter noch weitere Delikte zur Last gelegt. So stehen Vergehen nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz im Raum, außerdem eine Bestimmung zum Missbrauch der Amtsgewalt. Für den Prozess wurden mehrere Verhandlungstage anberaumt, nach dem Auftakt am 12. Februar soll er Anfang März fortgesetzt werden, bestätigte Gerichts-Sprecherin Barbara Schwarz am Samstag einen Bericht der „Kleinen Zeitung“.

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