Vor England-Gericht

Kein Fahrverbot! Özils Ausrede führt zum Erfolg

Endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis für Mesut Özil: Der deutsche Weltmeister von 2014, der im Juli bei der Heimfahrt vom Training in London mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wurde, muss seinen Führerschein nicht abgeben. Seine kuriose Ausrede führt vor dem Gericht in England zum Erfolg.

Im vergangenen Juli war Özil, der seit Monaten beim FC Arsenal keine Rolle mehr spielt, auf der Autobahn mit 97 Meilen pro Stunde (umgerechnet rund 156 km/h) unterwegs. In Großbritannien liegt das Tempolimit bei 70 Meilen pro Stunde (ca. 110 km/h) auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Meilen statt km/h
Er habe mph mit km/h auf dem Tacho verwechselt, so Özils Begründung. Er dachte also, er sei mit 97 km/h unterwegs und somit im erlaubten Bereich. „Ich bin deutscher Staatsangehöriger und offensichtlich daran gewöhnt, Fahrzeuge zu fahren, die die Geschwindigkeit in Kilometern und nicht in Meilen pro Stunde anzeigen“, so Özil, der seit sieben Jahren für Arsenal spielt, in einer Stellungnahme. Außerdem habe sein Mercedes sehr geringe Motorgeräusche und ein Automatikgetriebe.

Geldstrafe statt Fahrverbot
Der Deutsche plädierte damals für eine Geldstrafe statt eines Fahrverbots. Mit Erfolg! Denn offenbar glaubte das Gericht dem ausgebooteten Mittelfeldstar. Wie die „Sun“ berichtet, darf Özil seinen Führerschein behalten. Er muss umgerechnet 1320 Euro Strafe zahlen und bekommt sechs Punkte im Strafregister aufgebrummt.

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