Umstrittener Ausbau

Experten warnen vor Transitlawine auf der S37

Steiermark
06.11.2010 10:00
Die S37 würde nicht nur Umsummen verschlingen, sondern auch "eine neue Transitlawine lostreten", warnen jetzt die Experten des VCÖ. Da laut jüngsten Erkenntnissen die Pendlerzahlen bundesweit stagnieren, fordert man zudem die Überprüfung aller Autobahn- und Schnellstraßenprojekte.

Unglaubliche 21,2 Millionen Euro kostet jeder einzelne Straßenkilometer der geplanten S37 von Scheifling nach Klagenfurt in Kärnten. Gesamt ergibt das die stolze Summe von 1,4 Milliarden Euro - nicht gerade ein Pappenstiel, vor allem in Zeiten wie diesen. Die neue Verbindung verschlingt aber nicht nur enorm viel Geld.

"Abgas- und Lärmbelästigung wären enorm"
Der Verkehrsclub Österreich prognostiziert der betroffenen Bevölkerung in der Steiermark und Kärnten, dass sie bei einem Ausbau der bestehenden B317 vom Schwerverkehr regelrecht überrollt werden würde. "Abgas- und Lärmbelastung wären enorm", sagt VCÖ-Verkehrsexperte Martin Blum.

Zudem fordert man die Überprüfung sämtlicher Autobahn- und Schnellstraßenprojekte auf Sinnhaftigkeit: "Viele Pläne basieren auf steigende Verkehrszahlen. Dabei stagnieren Motorisierungsgrad und Zahl der Pendler längst", weiß Blum. Hauptursache: Das Leben in der Stadt wird immer beliebter. Allein in Graz betrug das Wachstum von 2002 bis 2010 beachtliche 10,5 Prozent.

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
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