20.11.2020 10:34 |

Zukunftforscher Horx:

„Das Digitale prägt immer mehr das gesamte Leben“

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie beschäftigen wir uns vermehrt mit unseren Smartphones und mit unseren Computern. Doch egal ob im Home-Office oder beim virtuellen Treffen mit unseren Freunden: Wir geben unsere Daten im Internet bekannt. Das Bedürfnis nach Sicherheit im echten Leben und in der virtuellen Welt steigt, wie Tristan Horx, Zukunfts- und Trendforscher, im Interview mit Raphaela Scharf erklärt: „Je mehr wir von unserem Leben ins Netz bringen, umso sicherer muss es da für uns sein.“

Eine jüngste lokale Umfrage von Huawei zeigt, dass Technologie mehr und mehr zu einem wichtigen Aspekt unserer Gesellschaft geworden ist, wie Horx erklärt: „Wir verwenden die Technologie für Berufliches und in der Freizeit, wie beispielsweise beim Online-Shopping oder bei Entertainment-Möglichkeiten wie Netflix und Co. Was jetzt spannend ist, ist, dass die Technologie jetzt auch immer mehr im Bildungsbereich Einfluss findet.“ Hier würden die Zahlen auch den größten Aufholbedarf zeigen, deswegen sei es spannend zu sehen, wie sehr das Digitale immer mehr das gesamte Leben prägt.

90 Prozent sind online für Freizeitaktivitäten registriert
Home-Office, Home-Schooling oder virtuelle Treffen mit Freunden zeigen, wie essenziell die Thematik geworden ist: Die Huawei-Studie bestätigt, dass 90 Prozent der Befragten neue Online-Accounts erstellen oder sich online für Freizeitaktivitäten registrieren. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten (49 Prozent) nutzt dies für die Arbeit und berufliche Anforderungen. Knapp gefolgt von 41 Prozent, die sich online registrieren oder anmelden, um sich weiterzubilden.

Sicherheitsbedürfnis steigt während der Krise
Je mehr das Leben im Netz stattfindet, umso mehr würden sich die Menschen auch nach Sicherheit sehnen, so Horx. Seine Tipps zum Datenschutz, die man leicht anwenden kann: „Auf den meisten Smartphone-Herstellern kann man in die Einstellungen gehen und dort schauen, was man für Möglichkeiten hat. Dazu gibt es auch viele Guides im Netz.“ Außerdem könne man die Cookies beim Browser löschen, wenn man das möchte, oder auch das Geo-Tracking - also die Ortung des Geräts - ausschalten. Ein weiterer Tipp vom Experten: „Man sollte immer überprüfen, ob das Gerät, das man kauft, zumindest mit der Datenschutzgrundverordnung konform ist.“

Generell sei die digitale Vernetzung eines der wichtigsten Güter, die wir jetzt während der Corona-Krise haben. „Wir merken aber schon, dass die persönlichen Kontakte damit nicht völlig ersetzt werden können.“ Das stimmt den Zukunftsforscher optimistisch: Menschen seien zwar gewillt, ihre Kommunikation digital zu machen, das bedeute aber nicht, dass man auf das Zwischenmenschliche vergesse.

Das ganze Interview mit Tristan Horx sehen Sie im Video oben. 

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