19.10.2020 06:10 |

Sölden-Malheur

Nur das Covid-Konzept tröstete Peter Schröcksnadel

Große Freude über die gelungene Organisation des ersten Corona-Weltcups - Frust über die bislang schlechtesten Gletscher-Rennen seiner Mannschaften. Ski-Präsident Peter Schröcksnadel verließ Sölden am Sonntag mit gemischten Gefühlen. „Aber wir lassen uns nicht unterkriegen, wir wurden unter Wert geschlagen.“

Die verlorenen Nationencups liegen dem „Präsi“ immer noch im Magen. Weiß rund um den Skiverband jeder. Wenn Schröcksnadel sein Amt beim ÖSV zurücklegt, sollen die drei Pokale wieder im Büro stehen.

Historisch schlecht
Sölden war da kein Schritt in die richtige Richtung. Bei den Damen am Samstag Katharina Truppe als 15. Beste, am Sonntag Stefan Brennsteiner auf Platz 17. Beides die schlechtesten Sölden-Darbietungen der Österreicher. „Wir sind nicht dort, wo wir hinwollen“, nickte der Präsident ernst, „aber vielleicht ist es gut, wenn man gleich im ersten Rennen eine auf den Deckel bekommt. Das weckt alle auf.“

Obwohl die Resultate seit längerem ein grobes Problem im Riesentorlauf belegen, stellte sich Schröcksnadel am Sonntag schützend vor seine Truppe!

Mögen den Hang nicht
„Leitinger“, sagte er, „war bis zum Ausfall schnell, Brennsteiner ist gut gefahren. Wir können mithalten. Aber den Hang in Sölden mögen wir nicht so.“

Was den sonst strengen Ski-Boss derart milde gestimmt hat? Die perfekte Organisation beim ersten Corona-Weltcup: „Die Resultate tun weh, keine Frage. Aber mehr zählt für mich, dass das Covid-Konzept aufgegangen ist. Das ist wichtiger für den Sport, für den Tourismus. Es ist alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben. Es funktioniert, die anderen Veranstalter können sich was abschauen. Der Weltcup kann stattfinden. Außer natürlich, die Reisebeschränkungen nehmen noch zu.“

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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