29.09.2020 09:00 |

Kommende Saison

In die Skihütte nur mit Registrierung

Salzburgs Wintersportregionen rüsten sich für die kommende Saison. In vielen Hütten wird es ohne Registrierung keinen Einlass geben - Skifahrer sollten ihr Handy griffbereit haben.

Der Einkehrschwung in der Skihütte könnte so einfach sein – selbst in Zeiten von Corona: Vor dem Eintritt scannen Skifahrer mit ihrem Handy einen QR-Code ab, registrieren sich damit per Whatsapp oder SMS und tragen sich damit in ein „digitales Gästebuch“ ein. Das System erfasst die Telefonnummer, nicht aber den Namen des Besuchers und leitet diese im Fall der Fälle prompt an die Gesundheitsbehörden weiter.

Das System der Eugendorfer Firma mtms Solutions kommt in diesem Winter in der Region St. Anton am Arlberg flächendeckend zum Einsatz. „Das Kontaktmanagement kann so immens beschleunigt werden“, sagt Gerald Eigenstuhler, Geschäftsführer von mtms Solutions. Und: „Kunden und Gastronomen haben absolut keinen Aufwand.“ Die Daten werden mehrere Wochen gespeichert. „Wir haben eine verifizierte Telefonnummer. In eine schriftliche Liste könnte sich jeder einfach auch als ,Angela Merkel’ oder ,Mickey Maus’ eintragen“, sagt Eigenstuhler.

Kommt bald eine landesweite Lösung?
Auch in Salzburgs Wintersportorten wird es in dieser Saison zu Gästeregistrierungen kommen. Eigenstuhler ist bereits in engem Kontakt mit mehreren Regionen. Renate Ecker, Geschäftsführerin vom Tourismusverband Zell am See/Kaprun etwa meint: „Wir arbeiten seit knapp einem Monat an einer Lösung und verhandeln mit drei verschiedenen Anbietern.“ Sie wünscht sich ein einheitliches System für das gesamte Bundesland. Aber: „Sollte es keine landesweite Lösung geben, dann werden wir in der Region eine QR-Code-Regelung implementieren.“

Eine einheitliche Gästeregistrierung in ganz Salzburg ist derzeit allerdings noch kein Thema. „Eine Registrierungspflicht ist rechtlich derzeit nicht möglich“, heißt es seitens des Landes auf Anfrage der „Krone“. Systeme wie jenes von mtms Solutions seien höchst interessant – auch weil sie den Gesundheitsbehörden die Arbeit erleichtern würden. Aber: „Derzeit setzen wir aber all unsere Hoffnungen auf die vorverlegte Sperrstunde auf 22 Uhr.“ Die umstrittene Maßnahme soll helfen, ganz Salzburg vor einer drohenden Reisewarnung zu bewahren.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
Verena Seebacher
Verena Seebacher
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