Acht Tore fehlen noch

Ronaldo geht nach 100er auf Ali Daeis Rekord los

Mit den Länderspieltoren 100 und 101 hat Portugals Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo am Dienstagabend einen weiteren Meilenstein in einer an Superlativen ohnehin nicht armen Karriere erreicht. „Jetzt gehe ich auf den Rekord. Schritt für Schritt“, kündigte der 35-Jährige an. Die Bestmarke des Iraners Ali Daei ist nur noch 8 Tore entfernt, er sei davon aber „nicht besessen“, versicherte Ronaldo.

„Ich denke, die Rekorde kommen von selbst“, betonte der Mann von Juventus Turin, der zum Nations-League-Auftakt am Samstag (4:1 gegen Kroatien) mit einer Zehenentzündung noch gefehlt hatte und nun beim 2:0 in Schweden wieder als Torgarant schlechthin auftrat. Per Freistoß gelang ihm erst das 100., später noch das 101. Tor im Nationalteam. Für Ronaldos Teamkollegen Bruno Fernandes war das keine Überraschung. „Er hat gestern im Training sechs oder sieben Freistöße wie diesen versenkt, heute war es exakt wieder so. Es ist irrsinnig gut, Cristiano in der Mannschaft zu haben“, erklärte der Mittelfeldakteur.

„Meilenstein eines Monsters“
Auch von ehemaligen Mitspielern wurde Ronaldo euphorisch gefeiert. „100 Tore, das ist das Wahrzeichen eines blendenden Phänomens, eines Rekordbrechers wie dir. Es ist der Meilenstein eines Monsters“, teilte der frühere portugiesische Nationalspieler Deco in einem Video des Weltverbands FIFA auf Twitter mit. „Es war eine Freude, dein Mitspieler gewesen zu sein, und du bist der Stolz aller Portugiesen“, sagte der einstige Auswahlkollege Nuno Gomes.

Sein erstes Länderspieltor hatte Ronaldo vor 16 Jahren bei der 1:2-Niederlage Portugals gegen Griechenland im Eröffnungsspiel der Heim-EM erzielt. Im 165. Länderspiel für den Europameister und Nations-League-Sieger feierte der fünffache Weltfußballer nun sein außergewöhnliches Jubiläum als erst zweiter männlicher Fußballer weltweit.

Ferdinand: „Das ist verrückt“
„Manche Spieler schaffen nicht einmal 100 Tore in ihrer gesamten Laufbahn. Aber das sind nicht einmal die Tore für deine Vereine, sondern das sind nur die fürs Nationalteam. Das ist verrückt“, sagte der Engländer Rio Ferdinand, einst Teamkollege von Ronaldo bei Manchester United. Und er zog den als eitel geltenden Portugiesen auf: „100-Tore-Mann, und du siehst immer noch nicht so gut aus wie ich. Du bist vielleicht ein Siebener von Zehn.“

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