20.07.2020 09:10 |

„Millionenbeträge“

Lufthansa: Bis August alle Ticketpreise erstattet?

Nach dem Lockdown und einer umfassenden Flugplanänderung will die AUA-Mutter Lufthansa in den kommenden Wochen den Kunden alle Ticketpreise für Corona-bedingte Flugausfälle erstatten: „Innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage“ werden „große dreistellige Millionenbeträge im Monat“ ausbezahlt.

„Trotzdem wird es noch vier bis sechs Wochen dauern, um alle Erstattungen für Flüge bis Ende Juni abzuarbeiten“, kündigte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ an: „Innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage wollen wir die automatisierten Prozesse wieder einschalten. Dann werden große dreistellige Millionenbeträge im Monat ausgezahlt.“ Bisher seien 1,4 Milliarden Euro ausgezahlt worden.

250.000 Flugplanänderungen bis Ende Oktober
Um den Flugplan an die veränderten Bedingungen anzupassen, habe die Airline die „größte Flugplanänderung aller Zeiten durchgeführt“ - mit 250.000 Änderungen bis Ende Oktober, so Hohmeister. Das führt zu fast sechs Millionen Umbuchungen. „Bislang haben wir unseren Flugplan im Zwei-Wochen-Rhythmus angepasst. Nun machen wir das für zehn Wochen auf einen Schlag. Dadurch entsteht ein neues Erstattungsvolumen von 1,2 Milliarden Euro.“


Erstattungen nur schleppend ausbezahlt

Viele Airlines zahlen einer Studie zufolge nur schleppend Erstattungen für coronabedingt ausgefallene Flüge. Vor allem Lufthansa und der irische Billigflieger Ryanair seien hier laut dem Verbraucherportal Flightright sehr zurückhaltend. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte sich bei der Hauptversammlung entschuldigt und angekündigt, jeder Kunde, der seinen Ticketpreis erstattet haben möchte, erhalte sein Geld zurück.

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Grundsätzlich müssen die Fluggesellschaften bei Stornierungen den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen erstatten. Die AUA-Mutter und andere Gesellschaften hatten hingegen zunächst darauf gesetzt, die Kunden mit Gutscheinen abzufinden. Dies scheiterte aber an der EU-Kommission. Der Konzern hatte zuletzt angekündigt, den Stau bis Mitte August zu beseitigen. Ende Juni stand mit rund einer Milliarde Euro aber noch rund die Hälfte der Erstattungen aus.

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