19.07.2020 08:53 |

Formel-1-Kolumne

Hungaroring: Ferrari ist bereit, Bullen verärgert

Während Red Bull am Hungaroring mit der Fahrwerkseinstellung hadert, stiehlt sich Ferrari langsam wieder nach vorne. Und ist beim Concorde-Abkommen die führende Kraft. Kolumne von Richard Köck.

Der Wunsch des US-Medienkonzerns Liberty Media, seit 2017 auch Rechteinhaber der Formel 1, liegt auf der Hand. Man will - so wie natürlich auch die Fans - spannendere und abwechslungsreichere Rennen. Um das erreichen zu können, gilt es die Kosten zu deckeln, die Einnahmen gerechter zu verteilen und technische Änderungen zu fixieren.

„Haben verstanden, welche Rolle Ferrari spielt“
Das alles ist im sogenannten Concorde Agreement verankert. Dieses Abkommen läuft mit Ende der Saison aus. Wie am Rande des Ungarn-Grand-Prix durchsickerte, steht das neue aber nun kurz vor dem Abschluss. So bekannte sich auch Mattia Binotto in Budapest: „Was Ferrari betrifft, sind wir bereit zu unterschreiben. Ich glaube, das ist wichtig für die Zukunft.“ Binotto betonte, dass die Formel 1 verstanden habe, welch wichtige Rolle Ferrari in der Königsklasse spiele. „Für uns war das der Knackpunkt.“ Trotzdem muss man, was die langjährigen Sonderzahlungen betrifft, wohl finanzielle Abstriche machen.

Besser als in Österreich
Im gestrigen Qualifying kamen die „Roten“ aus Maranello erstmals in dieser Saison mit beiden Autos ins letzte Qualifying-Segment, wobei Sebastian Vettel als Fünfter knapp vor Charles Leclerc lag. „Das war sicher besser als zuletzt in Österreich. Über die Distanz, was die Reifen angeht, können wir vielleicht ein bisschen besser haushalten als Racing Point“, sagte Vettel.

Schwer geschlagen zog Red Bull von dannen. Sportchef Helmut Marko: „Es treten immer wieder aerodynamische Probleme auf, die wir nicht verstehen, obwohl wir das Auto auf Samstag massiv umgebaut haben. Der Rückstand auf Mercedes ist ein Wahnsinn. Vom Sieg oder Podium brauchen wir gar nicht zu träumen.“ Auch Max Verstappen (7.) war verärgert: „Das war richtig schlecht.“

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