17.07.2020 05:51 |

Nach Ferrari-Desaster

Briatore: „Denen sollte man das Gehalt kürzen!“

Vor dem Grand Prix von Ungarn, wo heute das freie Training steigt, hängt Ferrari in den Seilen. Ex-Fahrer und ehemalige Formel-1-Größen schießen gegen die Scuderia. Flavio Briatore meint etwa: „Die Jungs sollten die Arbeit des Rennstalls wertschätzen, ich hätte ihnen fünf oder zehn Prozent ihres Gehalts gekürzt!“ Sebastian Vettel bestätigte indes bereits „lose Gespräche“.

Mamma mia, Ferrari! Die Tifosi des legendären Formel-1-Rennstalls sollten die italienischen Sportgazetten derzeit besser links liegen lassen. Die stolze Scuderia aus Maranello ist nämlich nach nur zwei Saison-Rennen schwer unter Beschuss. Kein Mensch erinnert sich mehr an den eher durch Zufall entstandenen zweiten Platz von Charles Leclerc beim GP von Österreich - viel mehr erzürnt das Doppel-Aus der „Roten“ bereits in Runde eins beim zweiten Rennen am Red Bull Ring, als Leclerc seinem Teamkollegen Sebastian Vettel ins Heck fuhr. Tutti kaputti, beide raus.

Diese Schmach rief zuletzt auch ehemalige Größen der Szene auf den Plan: Ex-Ferrari-Star Eddie Irvine schäumte gegenüber der „Gazzetta dello Sport“: „Bei Ferrari herrscht Chaos. Sie setzen alles auf Newcomer Leclerc. Vettel, ein vierfacher Weltmeister, hingegen verlässt am Ende der Saison das Team. Dort gibt’s keine Loyalität, diese Dynamik ist ganz schlecht“, so der Vizeweltmeister von 1999.

Drastische Worte fand der langjährige Formel-1-Zampano Flavio Briatore. „Wenn nach wenigen hundert Metern beide Wagen aus dem Rennen sind, ist das ein Desaster! Die Jungs sollten die Arbeit des Rennstalls wertschätzen, ich hätte ihnen fünf oder zehn Prozent ihres Gehalts gekürzt, nur beim Geldbeutel spüren sie Schmerzen!“

Teamchef vor dem Aus
Nach dem Spielberg-Desaster steigt der Druck bei der Scuderia in Ungarn enorm. Teamchef Mattia Binotto steht vor dem Aus, Antonello Coletta soll nachfolgen. Hinzu kommen die ständigen Wechselgerüchte um Vettel, der mit Racing Point in Verbindung gebracht wird. Vettel bestätigte nun erstmals „lose Gespräche“ mit den Verantwortlichen des künftigen Aston-Martin-Teams.

Georg Kallinger, Kronen Zeitung

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