04.07.2020 06:00 |

Psychische Gesundheit

Twitch-Psychiater therapiert Influencer live

Die Community auf der Streaming-Plattform Twitch hat einen neuen Star: Statt sich selbst beim Spielen zu filmen, streamt der US-Psychiater Dr. Alok Kanojia alias Dr. K. Therapiesitzungen und Vorträge live ins Netz. Zu seiner Kundschaft zählen die größten Berühmtheiten der Streaming-Welt.

Nach dem Tod des beliebten „World of Warcraft“-Streamers Byron „Reckful“ Bernstein mit nur 31 Jahren ist unter den Nutzern von Plattformen wie Twitch eine Debatte über psychische Gesundheit entstanden.

Er therapiert das Who-is-Who von Twitch
Es ist ein vielschichtiges und sensibles Thema, dem der US-Psychiater Alok Kanojia alias Dr. K. einen Streaming-Kanal namens „Healthy Gamer“ widmet. Live auf Twitch und YouTube therapiert er Internet-Promis - und lockt Hunderttausende Abonnenten an. Einige der größten Stars der Twitch-Szene waren in seiner Online-Sprechstunde: „Pokimane“, „Mizkif“, „Destiny“, „LilyPichu“ - und auch der verstorbene „Reckful“.

Die Themen, die Dr. K. in seinen Streams behandelt, sind vielseitig: Belästigung im Netz, Unsicherheit, posttraumatischer Stress, Burnout, unterdrückte Emotionen und Computerspielsucht waren schon Thema in seinen Sitzungen. Immer wieder veröffentlicht Kanojia auch zielgruppengerecht aufbereitete Analysen zu gesellschaftspolitischen Themen und komplexen psychologischen Fragestellungen. Auch einen Beziehungsratgeber mit seiner Frau hat er schon ausgestrahlt.

Kanojia spendet Teil seiner Einnahmen
Mit seinem Konzept hat der Psychiater einen Nerv getroffen - bei den Streamern auf Twitch ebenso wie beim Publikum. Zehntausende US-Dollar hat Kanojia auf diesem Weg bereits verdient. Einmal habe er während einer Live-Sitzung eine einzelne Spende über 10.000 US-Dollar lukriert, berichtet das Szenemagazin „CCN“. Sie kam vom Exfreund der therapierten Streamerin, der dem Doktor ausrichten ließ: „Danke, dass Sie ihr geholfen haben!“

Das Geld, das der Harvard-Absolvent mit seinen Videos auf Twitch und YouTube verdient, fließt in Initiativen für die geistige Gesundheit von Gamern. So spendete Kanojia alle Einnahmen, die er im Mai auf Twitch lukrierte, an das Coaching-Programm Healthy Gamer, das sich an Computerspieler mit psychischen Problemen richtet.

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