26.05.2020 07:39 |

„Treffer, versenkt!“

US-Kriegsschiff schießt Drohne mit Laserkanone ab

„Treffer, versenkt!“: Die US-Marine hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine Laserkanone getestet. Bei einer Demonstration schoss die Energiewaffe ein unbemanntes Fluggerät ab. Die Marine spricht bereits von einer neuen Form der Kriegsführung auf See.

Der Test ereignete sich demnach bereits am 16. Mai. Entwickelt wurde der Hochenergie-Festkörperlaser vom Office of Naval Research, der Forschungsagentur der US-Marine. Für den Bau zeichnete der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman verantwortlich.

Eigenen Angaben zufolge beschäftigt sich die US-Marine bereits seit den 1960er-Jahren mit der Entwicklung von Energiewaffen, sogenannten Directed-Energy Weapons, kurz DEW. Sie sollen „chemische oder elektrische Energie in Strahlungsenergie umwandeln und diese auf ein Ziel fokussieren, was zu physischen Schäden führt, die gegnerische Fähigkeiten herabsetzt, neutralisiert, besiegt oder zerstört.“

2014 wurde mit der USS Ponce erstmals ein Schiff mit einer Laserwaffe ausgestattet. Nachdem dieses außer Dienst gestellt wurde, werden die Laserwaffen inzwischen auf der USS Portland getestet, einem Schiff der Pazifikflotte für amphibische Kriegsführung.

Zunehmende Bedrohung durch Drohnen
Der US-Marine zufolge sehen sich Schiffe bei der Durchführung ihrer Missionen einer „zunehmenden Zahl von Bedrohungen ausgesetzt“, darunter unbemannte Fluggeräte ebenso wie Kleinboote oder gegnerische Aufklärungs- und Überwachungssysteme. Energiewaffen brächten Kampffliegern „unmittelbare Vorteile“ und verschafften dem Kommandanten „mehr Entscheidungsspielraum und Reaktionsmöglichkeiten“, hob die US-Marine hervor.

„Definieren Krieg auf See neu“
„Bei den Tests auf See gegen unbemannte Fluggeräte und kleine Boote sammeln wir wertvolle Informationen über die Fähigkeiten des Festkörperlasers gegen potenzielle Bedrohungen“
kommentierte der Kommandant der USS Portland, Kapitän Karrey Sanders. „Mit dieser neuen fortschrittlichen Fähigkeit definieren wir den Krieg auf See für die Marine neu.“

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